Samstag, 25. Mai 2013

unangenehm/Es regnet...

Irgenwer sagte mir, was im Sommer nicht als Regen runterkommt, kommt im Winter als Schnee. Schlussfolgernd müsste ich jetzt auch den Umkehrschluss in Betracht ziehen: was im Winter nicht als Schnee runterkommt, kommt im Sommer als Regen? Hää? War das diesen Winter noch nicht genug Schnee? Womit haben wir das verdient? Ich will ende Juni an die Ostsee! und im August ins Paradies! Da will ich schönes Wetter haben.

Es wird sich herumgesprochen haben, dass ich nicht in Hamburg war.
Kaum jemand ist zufrieden, aber trotzdem gibt es immer noch welche, die ihn empfehlen, weil er "so ein toller Mensch" ist. Es ist alles gesagt, ich kann ihn nicht empfehlen.
Warte lieber auf München.
Wie ebenso Einige mitbekommen haben werden, soll ich wohl in gewissem Maße Schuld sein, dass da eine FB-Gruppe gelöscht wurde. Meine Schuldgefühle halten sich in Grenzen. Alles was ich getan habe, war, die Wahrheit zu verteidigen. Wer damit nicht klarkommt...nicht mein Problem.


Mein Widerspruch gegen die Ablehnung der Kostenübernahme einer Laserbehandlung zur Barthaarentfernung ist jetzt bei der Widerspruchsstelle der TK angekommen.

Zwei unangenehme Sachen der vollständigkeithalber noch:
Hab mir am 10. Mai beim Skaten (Sturz) das rechte vordere Kreuzband gerissen.
Saß Pfingstmontagnacht in der Re1 nach Berlin, als es laut rumpelte unter dem Zug und er eine astreine Notbremsung hinlegte...
Ehrlich gesagt, hab ich mir um die Zugbegleiterin mehr Gedanken gemacht als um meine Nerven oder so. Die war total aufgelöst und musste die ganzen Durchsagen noch machen. Nach knapp eineinhalb Stunden gings dann weiter.
"Personenschaden"...die schnellste Stelle hat der/die sich ausgesucht, in einer leichten Kurve nahe der S-Grunewald.
Schon erstaunlich, wie abestumpft die Menschen durch die Medien schon sind. Von denen, die ich sehen konnte von meinem Platz aus, hat keiner "Theater" gemacht. Aber mehrere haben versucht durch die Scheiben nach draussen zu schauen.

War in letzter Zeit öfter im Kino:  Cloud Atlas(ein Traum), der Hobbit (schade), Rubinrot (Kinderfilm, aber gute Effekte und tolle Darsteller(who is who Deutschlands)), Flight (nach zehn Minuten gääähn), Oblivion (bis zu einem gewissen Punkt sehr spannend und straight, dann nur noch häää?), Gatsby (die Bilder und die Musik machens!)
(Wishlist: After Earth, World War Z, Star Trek Into  Darkness)

unangebrachte oder persönliche Kommentare werde ich löschen. Entweder Ihr könnt euch ausdrücken und tut es auch, oder ihr lasst es.
B.


Mittwoch, 16. Januar 2013

Hab nen alten Blog von mir wiedergefunden

Er hat mir damals sehr geholfen, den Kopf frei zu halten.
Ein paar Auszüge gibt es hier: An der Rechtschreibung ändere ich jetzt nichts. Damals hab ich noch alles klein geschrieben.


"ich könnte manchmal verzweifeln, sosehr kocht es in mir und darf doch nicht nach draussen. keine gefühle zeigen, heisst es, glatt lächeln, gut aussehen, andere nicht behelligen und innerlich einmal wie tod und dann wieder wie sturm sein.
dazu die verdammte hoffnung, dass es sich doch irgendwann ändern muss, dieses leben, dieses fühlen oder NICHTfühlen. oder dass wir uns endlich damit abfinden könnten, abschalten und als unveränderbar hinnehmen.
(...)
tja...wäre da nicht das leben, welches uns ein schnippchen schlägt. es schickt uns momente, die wir nicht vorhersahen, zu denen wir aber wie faust sagen möchten: "verweile doch, du bist so schön."
so geht es mir oft, wenn ich wegen irgendwelchen düsteren gedanken richtig fertig bin, mich so total am ende fühle, dann schickt es mir einen moment, auf den ich nicht vorbereitet bin...ein blick, ein wort, einen menschen oder eine tat eines anderen menschen. der meine gedanken so einnimmt, dass ich eine weile an nichts anderes mehr denken kann. er wirbelt meine düsteren gedanken durcheinander, erschreckt sie, vertreibt sie, und ein lächeln schleicht sich in mein gesicht. der moment hat mich aus dieser düsteren gedankenbahn gebracht, alles trübe scheint verflogen und für eine weile wird es hell und sonnig in mir. ich sehe, dass es anders geht und zwinge mich, dieses gefühl der inneren ruhe und gelassenheit so lange wie möglich zu bewahren. das gelingt mir mal mehr, mal weniger gut.
und wenn es einmal ganz schlimm wird, und kein erhellender moment ist in sicht, dann rettet mich immer noch meine unbändige neugier auf das leben und das morgen. nicht unbedingt auf meines, das kann ich zu 80% vorhersehen, aber auf das, was draussen passiert, auf die menschen, die mir begegnen, auf die, mit denen ich reden kann, die mir auch das gefühl geben das ich lebe und nicht völlig belanglos bin.
wer sich wegwirft, hat die bühne verlassen, bevor der letzte vorhang sich hebt."

(12.12.2008)

"man kann ein buch von 1000 seiten auf 5 seiten zusammen kürzen und man kann über einen gedanken 1000 seiten schreiben. die mischung aus beiden ist es, die ich gern können möchte. über das schreiben was mich bewegt, aber gleichzeitig nicht in die belanglosigkeit und die metaebene abrutschen, mit andernen worten konkret( da ist es wieder, dieses wort) bleiben. weißt du, mir fällt das einfach schwer, so wie andere über irgendwas zu labern. dann lieber die klappe halten und die stille genießen. ich möchte gern noch mehr schreiben, aber dann würde es so wie ich es nicht möchte, belanglos...obwohl, KANN man eigentlich belangloses schreiben oder reden? jedes wort was man schreibt oder spricht, gibt etwas von einem selbst preis, ob einem das bewusst ist oder nicht. und wenn es nur der beweis für die oberflächlichkeit der sprecherin ist. ich hab die hübschen mädchen mit ihren schönen titten immer bewundert, wollte auch solche haben, aber langsam merke ich, WIE sehr diese mädchen über ihr aussehen definiert werden. was sie sagen ist ziemlich egal, darüber müssen die sich keinen kopf machen. die müssen nur gut aussehen. da bleib ich lieber ich und lieb mich selbst, als das da so ein selbstverliebter muskelidiot auf mir rumturnt und nach 10 minuten mit viel gestöhn seine vorstellung beendet und am nächsten tag vergessen hat, wie ich heisse.^^ aber jetzt mach ich schluss, sonst fehlt mir der schlaf..."

(17.12.2008)

"heute war ein schöner tag, auch wenn das wetter eher zum im bett bleiben und lesen einlud. er hat mir nähmlich mal wieder gezeigt, wie komunikationsscheu der mensch eigentlich ist. es lag eine aussprache mit dem prof in der luft, vor der ich richtig bammel hatte, weil ich nicht wusste, was mich erwartet. aber dann hatte er mich einfach angesprochen als ich als letzte noch im labor war, und mit wenigen worten hat er meine ganze angst vor diesem gespräch weggefegt. und die kam daher, weil ich nicht wusste, wie er auf das thema reagiert. ich hab mir sonstwas vorgestellt, aber er hatte das problem richtig erkannt und ist sachlich geblieben. als lehre nehme ich aus diesem tag mit, dass ich probleme sofort besprechen werde mit demjengen, mit dem ich sie hab und den sie betreffen. und nicht erst auf die lange bank schieben und denken es lösst sich von allein. ^^ so wie es den spruch gibt, denken hilft, müsste es auch den spruch geben reden hilft."

(17.12.2008)


"sie grübeln und grübeln immer über die selben dinge und können nicht über ihren eigenen horizont hinaus und haben niemanden, mit dem sie ihre geheimen gedanken und gefühle austauschen können. sie leben irgendwie 'neben' unserer welt in ihrer eigenen, sie sind zwar unter uns aber nicht wirklich am leben beteilligt. ich weiß nicht ob du verstehst was ich mein, sie sind wie automaten, die ihren faden abspulen und einen tag wie den anderen verbringen, oft noch in der hoffnung, dass sich das leben doch mal ändern müsste, dass dieses alleinsein endlich zu ende gehen müsste... aber sie merken nicht, dass sich ihr leben nicht ändert, NIE ändert, wenn sie es nicht selbst tun. es gibt nun mal kein höheres wesen, welches unser schicksal lenkt, was wir selbst nicht tun, tut kein anderer für uns...verdammt klingt das fatalistisch...na schön ich hab vielleicht übertrieben. ich wollte jetzt schreiben, dass ja der zufall manchmal hilft und das leben in völlig neue bahnen lenkt, aber was ist der zufall anderes als schicksal?? (...) oder gibt es einen unterschied zwischen zufall und schicksal? mal nachdenken: also konkret, zufall ist, wenn sich mehrere besondere ereignisse aneinanderreihen, sonst wärs ja kein zufall sondern ein einzelereigniss. zum beispiel mir bricht früh der absatz ab und nachmittag im center bin ich die xte kundin und hab 100,- euro guthaben in dem schuhgeschäft. und wenn ich nach haus komm, hat ein freund den absatz inzwischen wieder geklebt, sodass er wieder wie neu ist. jedes ereigniss für sich betrachtet, kann passieren. aber die summe, die aneinanderreihung, die macht den zufall zum zufall. und das schicksal? war es schicksal, dass mir der absatz abbrach, damit ich an diesem tag in dieses schuhgeschäft gehe und hundert euro geschenkt kriege? hatte da jemand seine finger im spiel?? wohl kaum. dass der absatz abbrach, kann viele gründe haben.
(...)
 "wie beeinflusst musik mich? höre ich wenn ich schlechte laune hab noch zusätzlich so trauriges zeug, gehts mir dann noch schlechter? oder ist es genau andersrum? ich persönlich würde an die decke gehen wenn mir jemand meine finstere laune mit irgendwelchen idiotischen partyliedern aufzubessern versuchte. an mir betrachtet würde das im umkehrschluss auch heißen, bei guter laune höre ich auch gutelaunemusik. was aber nur bedingt stimmt, bei guter laune hör ich meist gar keine musik. also musik beeinflusst meine stimmung NICHT, aber meine stimmung beeinflusst meinen musikgeschmack.ich wähle also meine musik nach meiner stimmung. jetzt bleibt nur noch die frage, ob bestimmte musik AUF DAUER vielleicht doch die stimmung ändern kann. hierzu würde ich sagen, das kommt darauf an, wie musikalisch beeinflussbar, wie sensibel jemand ist. ich merke grad, dass ich hier locker bis sylvester durchschreiben könnte. darum beende ich den brief hier einfachmal kraft des mir grad einverleibten frisch gebackenen brotes...sowas verrücktes ^^"
(18.12.2008)



Ach Du meine Nase. Wenn ich das jetzt alles lese, falle ich wieder total zurück in diese Zeit. ich sehe wieder mein WG-Zimmer, ich sehe das selbstgebackene Brot, dass wir tatsächlich mitten in der Nacht gebacken haben. Und ich sehe mich: nicht er und nicht sie.
Heute ist es andersrum. Ich bin gern SIE, aber ER muss zum Inneren Ausgleich auch sein. Und lieber bin ich eine Frau, die auch mal männlich auftritt, als ein Mann, der weiblich auftritt.
Eigentlich vermisse ich aus dieser Zeit nichts. Nur so einen Mitbewohner wie Toby, den finde ich nie wieder. Punk bis auf die Knochen, mit Graszucht im Schrank und Ratte auf der Schulter und einem Kasten Sternburg auf dem Balkon. Seit der Zeit ist Sternburg Export als "Handbier" für mich obligatorisch.
Jetzt werde ich sentimental, jetzt hör ich auf.
Ich werde sicher vor der OP, die ja auch noch ansteht, nicht mehr schreiben. Aber ich werde über FB ein Lebenszeichen senden :)

Bettina



Dienstag, 27. November 2012

Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein versuchen. (Meister Yoda)

Oh nein, was habe ich getan!
Ich wollte in meinen Kontakten meine Emailadresse hinzufügen, damit man mich auch "nichtöffentlich" erreichen kann, und was ist? Ich hab auf "neuen Post erstellen" geklickt. Irgendwie ist dieses ganze Blogger-Dings sehr verwirrend. Das mit der email hab ich nicht hinbekommen.
Und nun sitze ich hier, im Hintergrund läuft Enya, Schreibmusik, und ich lasse die letzten Wochen und Monate nochmal Revue passieren.
Am Freitag ist meine Maßnahme endlich vorbei, meine Marionetten kann ich leider nicht mitnehmen, die gehören der Firma :/
Aber ich bin echt froh, dass alles hinter mir zu lassen. Dann kann ich endlich wieder mehr Zeit mit meinem Freund verbringen. Stichwort "Probewohnen"! :D Wir wollen ende des Sommers 20drei10 zusammenziehen. In seine Wohnung in P..

Das Beratungsgespräch bei Dr. Pottek ist meinen Erwartungen gemäß verlaufen. Das klingt jetzt hochtrabend, aber ich meine es genauso. Ich wusste im Prinzip, was mich erwartet und habe mir von ihm nur noch mal die mündliche Bestätigung geholt.
Und einen Termin, der Anfang nächsten Jahres sein wird. Dann bin ich zu unserem Ostseeurlaub wieder fit und kann entspannt in der Ostsee schwimmen und in der Sonne hinterm Deich liegen; Mit dem Rauschen des Deichgrases und dem Kreischen der Möwen im Ohr, und dem Geruch nach Seetang und Sommer in der Nase. Und der Hand meines Freundes im Schritt.
Wegen der OP habe ich wirklich lange hin und her überlegt. Aber letztendlich ist sie für mich alternativlos. Denn je länger ich darüber nachdenke, umso mehr erscheint es mir, als würde mein Leben nach der OP erst richtig losgehen. Denn dann muss ich mich nicht mehr zurückhalten, wenn ich mal ein Minikleid anziehen will, weil man dann kein gewisses Beulchen mehr sieht.  Ich kann endlich die eng geschnittenen Stoffhosen tragen, die bisher neu im Schrank liegen dafür öfter mal die Jeans im Schrank lassen. 

Das sind natürlich alles eher unpersönliche, also rein äusserliche Gründe. Aber wenn ich in mir nach Gründen suche, dann ist da nur die Hoffnung, dass alles gut geht. Wie soll ich mir Gedanken über einen Eingriff machen, wie sollte ich seine Tragweite ermessen, wenn ich nichts Vergleichbares in meiner Erinnerung habe?
Ich kenne die Methode, er macht es wie Schaff/München, und ich kenne Menschen, die bei ihm waren und mir von ihren "Leiden" und Fortschritten berichten. Das alles kann ich verwenden, um mir ein Bild zu machen. Wie es sich aber anfühlt hinterher, das kann ich mir nicht vorstellen. Ob gerade ich das Pech habe, das es bei mir Komplikationen gibt? Ein Nerv verletzt,  oder den Darm angeschnitten, Wundinfektion? Abstoßungsreaktionen? Inkontinenz? Wie reagiert der Körper darauf, wenn plötzlich kein Testo mehr da ist?
Wann werde ich das erste Mal etwas anderes als Schmerzen spüren? WERDE ich etwas anderes als Schmerzen spüren? Oder ist irgendwann die Abwesenheit von Schmerz das höchste der Gefühle?

Es ist ein großes Wagnis und ein Way of no return. Darum sollte  man auch bis zum Schluss darüber nachdenken und nicht anfangen, irgendwann alle Gedanken dazu zu verdrängen. Wenn ich mir unsicher wäre, würde ich den Termin verschieben.
Es gibt ja auch keine Möglichkeit, das neue Organ bei Nichtgefallen zurückzutauschen.
Man ist mit dieser Entscheidung allein.


B.










Donnerstag, 1. November 2012

november 2012

Noch ein Monat bis zum angekündigten Weltuntergang. Ich hoffe ihr habt euch gute Plätze für die Aftershowparty reserviert.
Diese Woche war Wahl im SC, ich bin für ein weiteres Jahr im Trans*Beirat. Das wird dann aber auch das letzte Jahr sein, denn ich werde im Laufe von 20dreizehn nach Potsdam zu meinem Geliebten ziehen.
Berlin ist mir auf Dauer zu stressig und da ich absolut nicht zu den Partygängern gehöre, hat die Stadt für mich schon sehr viel Reiz verloren. Einzig die schier endlosen Shoppingmöglichkeiten könnten mich verlocken, aber Potsdam hat auch einen H&M und ich habe zwei Nähmaschinen und eine Overlock.
Und wenn mir nach exzessivem Shopping ist, dann fahr ich mal für einen Tag in den Potsdamer Vorort Berlin. Aber auf Dauer tut Berlin mir nicht gut.

Anfang November habe ich ein Beratungsgespräch bei Dr. Pottek in Hamburg. Wenn die KK und der MDK mitspielen, könnte ich Mitte bis Ende Januar 2tausend13 schon unter dem Messer liegen. Und dieses im wahrsten Sinne des Wortes einschneidende Ereignis wäre dann auch ein Grund, aus Berlin weggzuziehen. Mein Lebensmittelpunkt hat sich in den letzten Monaten immer mehr nach P. verlagert; zudem wäre es für mich günstig, immer jemanden in der Nähe zu haben, wer weiß wie ich nach der OP aussehe...

Ich war ja jetzt seit Ende Juli in einer Maßnahme vom Jobcenter, die ist zum Glück Ende des Monats rum. So willkommen mir das Geld ist, langsam nervt es nur noch, meinen Schatz nur am Wochenende sehen zu können. Auch darum will ich nach P, ich kann auch dort arbeitslos sein. Und sollte ich wider Erwarten doch nen Job in P. finden, dann sind wir ja nicht mehr getrennt.




Das Bild wurde vor ein paar Tagen von einer Freundin gemacht. Ich
habs nur in sw gemacht, weil die Originalfarben so schlecht waren..















Ich habe garantiert ein Menge vergessen,aber ich hab

jetzt keine Lust mehr zu schreiben...

Montag, 30. Juli 2012

Ende Juli Zwanzigzwölf

Hier gibts die musikalische Untermalung für den heutigen Post.  
Ich weiß echt nicht, womit ich anfangen soll, vielleicht sollte ich ja einfach öfter schreiben...ich freue mich, inzwischen sieben Leser zu haben : ) Danke schön! Vielleicht erstmal ein paar Bio-updates, ich hab den ganzen Mist mit den Änderungen endlich hinter mich gebracht, Perso, Sparkasse, KK, Versicherung und und und... Auf den Führerschein warte ich noch und auf meine neue SV-Nummer auch. Dafür zieht sich mein Antrag auf Kostenübernahme bei der KK wegen der GA wie ein Kaugummi. Diese Bearbeiterin ist ziemlich unfähig, wie ich finde. Vor fast einer Woche habe ich ihr geschrieben- per Mail- und sie hat es noch nicht geschafft, zu antworten. Dafür hab ich gleich noch in einem sepparatem Schreiben meinen Antrag auf Kostenübernahme für die Epi hinterher geschickt. Ich hoffe, das landet bei einer anderen Sachbearbeiterin. Ich hab nen Job. Nichts Aufregendes, aber für mich die Gelegenheit, ein bißchen Geld dazu zu verdienen. Es ist ja nur eine Maßnahme, damit ich von der Straße komme. Man nennt es auch Ein-Euro-Job. Zum Glück erstmal nur bis Ende November, dann werde ich sehen, obs mir dort gefällt und ich mich erneut bewerbe. Das heisst, jetzt hatte ich mich ja gar nicht beworben. Ich hatte den Brief im Kasten mit der Aufforderung, mich umgehend dort vorzustellen. Naja, hab ich gemacht, und sie haben mich genommen. Das durchkreuzte natürlich alle Pläne, die ich mit meinem Süßen gemacht hatte. Wir wollten am Tag meines Vorstellungstermins in den Urlaub fahren... das war natürlich alles hinfällig daraufhin. Auch unser für den August geplanter "großer" Urlaub an der Feldberger Seenplatte fällt für mich erstmal flach. Ich könnte da höchstens ein verlängertes WE drauss machen, wenn ich Freitag und Montag frei nähme und wir gleich Freitagfrüh führen. Aber ich will mich nicht beplagen, es kommt Geld ins Haus, was ich Angesichts der Tatsache, das der Herbst heranschreitet, gut gebrauchen kann. Hierfür zum Beispiel. Einen neuen Mantel bräuchte ich auch, aber den werde ich mir wohl selber nähen müßen...Ich hoffe, ich kann es bis dahin. Ab September mache ich einen Nähkurs an der VHS Berlin mit, der geht dann jeden Mittwoch bis Mitte Dezember. Gerade sieht meine Wohnung noch chaotischer aus als gewöhnlich, ich habe einen neuen riesigen Schrank von der Oma meines Liebsten bekommen, sie zieht in eine Pflegeeinrichtung und der Schrank ist echt top. Aber in Einzelteilen in meinem Wohnzimmer verteilt. Ich finde es schön, in Berlin zu leben und die Freiheit zu haben, tun zu können, was ich möchte. Neue Leute kennenzulernen, neue Orte zu entdecken, neue Bars, Cafes usw...Trotzdem werde ich nach meiner OP, die, wenn es nicht schneller geht, im August zwanzig14 in München sein wird, nach Potsdam zu meinem Süßen ziehen. Gerade jetzt, wo ich Arbeit habe und wir uns in der Regel nur am WE treffen, merke ich, wie er mir fehlt. Und es gibt auch in Potsdam keine Arbeit für mich. Also ist es egal, wo ich nicht arbeite. Ich habe festgestellt, dass, wenn man mit Gynokadingel überdosiert, das Androcur ausschaltet. Und, dass ich sehr müde bin und jetzt schlafen gehen werde. Vielleicht fällt mir beim nächsten mal Schreiben etwas Gescheites ein. Man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben.
Das perfekte Schlaflied: 
Gute Nacht,
Bettina

Mittwoch, 22. Februar 2012

gibt kein' Titel!

Wenn ich mal so zurückblicke, dann ist der letzte Eintrag schon länger her. In diesem Sinne, ein gesundes neues Jahr!
Wie üblich, es ist viel und wenig passiert. Mein Bad sieht toll aus. Nur klein ist es geworden.
Mein Wohn-Schlafzimmer hab ich mit Hilfe meines Freundes neu gestrichen (Alpinaweiß ist nur zu empfehlen!) und umgeräumt. Ich hab jetzt Beddinge von Ikea drin zu stehen und mein Ziphona türkis 524 hat einen Ehrenplatz bekommen. Für die Näma gibts nen neuen Extraarbeitsplatz: der alte Schreibtisch wird mit einer Küchenarbeitsplatte vergrößert und stabiler gemacht. Dank der lieben B. aus P. steh ich auch nicht ohne Kühlschrank da, wenn die Vormieterin den von ihr zur Verfügung gestellten Kühlschrank abholt.
Ich bin so stolz auf mich. Ich bin mit dem Auto meines Freundes von Potsdam nach Berlin und über Zehlendorf wieder zurück gefahren, ohne mich zu verfahren. Was ich allerdings eher meiner Freundin verdankte, die die Navigation übernahm.

In Zehlendorf bin ich seit Montag jeden Tag, mein Freund liegt dort im KH.
Als ich das letzte Mal bloggte, waren wir erst ein paar Tage zusammen. Da war von Liebe oder so noch keine Rede. Aber inzwischen hat sich einiges geändert. Ich liebe ihn. Bedingungslos. Ob es auch unwiderruflich ist und bleibt, liegt auch ein bischen an ihm. Aber es sieht danach aus. Es ist ein schönes Gefühl, keine Geheimnisse vor dem anderen zu haben oder überhaupt haben zu wollen. Dabei machen wir gar keine großen Zukunftspläne. Das heisst, nichts, was weiter als bis zum CSD und unseren ersten gemeinsamen Urlaub gleich danach geht. Wir leben im hier und jetzt und zumindest ich bin glücklich so wie es ist.

Was bin ich, als was fühle ich mich. Diese Frage war Dienstag abend Thema. Ich bin transident und fühle mich weiblich. Aber warum ist das eigentlich wichtig? Vielleicht ist was dran an dem Spruch: "Wer im Fluß des Lebens gegen den Strom schwimmt, überschätzt seine Kräfte.".
Es heisst doch nicht umsonst, (...) sich dem Aussehen des Wunschgeschlechtes so weit wie möglich anzunähern (...) ? Also geht es darum, den Anderen eine eindeutige Zuordnung meiner selbst zu ermöglichen. Die berühmten Schubladen.
Ich überlege schon so lange daran, wen es eigentlich interessiert, ob ich Mann oder Frau bin?
Es geht nicht darum, eine Frau so perfekt wie möglich zu kopieren. Wer kann das schon und wen nimmt man um Himmels Willen als Maßstab?? Es geht darum, sich selbst echt rüberzubringen. Wenn das Ergebnis auf andere weiblich wirkt: super, aber sonst hat man immer noch das gute Gefühl, sich selbst nicht zu belügen. Denn das gehört zur Selbstfindung dazu. Ich kann nicht mit 25 0der mehr jahre alten männlichen Mustern im Kopf plötzlich weiblich wirken wollen. Nur wer absolut ehrlich zu sich ist, kommt bei sich an, und kann die männliche Vergangenheit auch wirklich hinter sich lassen. Dazu gehört unter Umständen auch, das man sich Gedanken üer die sexuelle Orientierung macht. Steh ich auf Frauen? Steh ich wirklich auf Frauen?? Hab ich schon mal daran gedacht -hab ich es zugelassen daran zu denken- wie es mit einem Mann wäre? Steh ich eher auf den Georg Clooney Typ, oder eher auf den KlitschkoTyp? Und was ist mit den Studenten? Soll er eher größer sein als ich oder kleiner?

Amtsgericht ( hab mich doch für Katharina entschieden) hat sich noch nicht gerührt, die Anhörung durch Hr. Amtsrichter Lomb am Amtsgericht Schöneberg war ganz easy. Hab mich 20 Minuten nett mit ihm unterhalten und bin dann wieder gegangen. Ich wohn ja in einer echt coolen Ecke. Ich konnte vom Gericht zu Fuß zurück gehen. 10 Minuten. Ich hab den ältesten weil ersten Chinesen Berlins quasi um die nächste Ecke, ich bin zu Fuß in 15 Minuten in der Motzstraße oder am Kudamm. Nur zum SC brauch ich echt lange, das geht nicht unter vierzig Min. Meine Lieblingsfriseurin hat ihren Laden allerdings noch weiter weg, in Altegel, das macht eine Stunde mit zweimal umsteigen.

Logopädie bringt noch nicht so viel, aber ich gehe offensiver mit meinen Sprechwerkzeugen um und weiß inzwischen einigermaßen, wo meine Schwächen liegen.

Einen Blog möchte ich euch noch ans Herz legen. Ganz neu! Von Katrina, Trans*Piratin aus NRW. Auch wenn ich in der LAG bin. Trans* kennt keine Parteigrenzen, weil Vorurteile auch keine Unterschiede machen.


kein' Titel, kein' Abschied
Bettina

Montag, 21. November 2011

Baulärm, Baulärm und noch mehr Baulärm und keine Ende

Wenn, dann aber richtig! In meinem Haus werden grad die Wasser/Abwasserstränge erneuert und dabei auch gleich die Bäder komplett saniert. An sich eine tolle Sache, aber der Block hat vier Stränge und 5 Etagen. Das sind 20 Wohnungen. Und in jeder müssen alle Fliesen raus, alle Rohre raus, alle..ach, das Bad wird komplett entkernt. Was mit entsprechend viel Lärm und Krach und Gestank und Staub einher geht. Am 09.11. war mein Bad fällig. Gesagt wurde, ich kann eine Woche später wieder einziehen. Heute ist der 21.11. und sie sind immer noch nicht fertig. Zum Glück bin ich nicht darauf angewiesen, auf Gedeih und Verderb in dieser Wohnung auszuharren und diesen Lärm und Krach und Gestank und Staub  über mich ergehen zu lassen.
Nein!
Ich bin in der glücklichen Lage, in die Wohnung meines Freundes ausweichen zu können. Der wohnt in Potsdam recht gemütlich in einer kleinen Zweiraumwohnung dicht an der Havel und hat ein kuschliges Doppelbett. Als ich bei ihm am 09.11. einzog, waren wir noch "nur" Freunde. Wir kannten uns seit Januar und haben uns immer gut verstanden. Aber dann, nach zwei Tagen Zusammenleben, hats irgendwie gefunkt. Das heisst, er hat mich abgeschleppt.
Oh Gott. Da hab ich erstmal gemerkt, wie verklemmt und schüchtern ich eigentlich bin. Naja, langsam gehts. *fg*

Und als wenn das noch nicht genug des Guten wäre, wird auch noch die Fassade gedämmt und gestrichen. Das heisst, der Lärm kommt nicht nur von drinnen: nein! Auch von aussen wird fröhlich geputzt und geschabt und gesägt und gelärmt. Aber da es der Energieeinsparung dient, sag ich da nichts gegen. Die sind auf alle Fälle schneller fertig als die Handwerker drinnen.

Sonst ist wenig passiert, ich bin in den Trans*Beirat der Sonntags-Club gewählt worden, Am 30. 11. hab ich die erste Anhörung in meinem Verfahren zur VÄ und PÄ, wobei ich mir über den Zweitnamen nicht mehr sicher bin. Doch lieber Katharina? Oder Meret? Verdammt.
Dann hab ich endlich von Dr. Schuler (Turmstraße) eine Verordnung zur Logopädie bekommen und mir heut nen Termin geholt bei Selwat. Mal sehen was das wird.
Dezember wird ein schöner Monat. Da bin ich sicher.
seid gegrüßt,
Bettina

Dienstag, 27. September 2011

An Robert


Eine Woche ist es jetzt her, da haben wir zusammen auf den Matratzen gelegen. Mal warst Du oben, mal war ich es. Die Erinnerung daran werde ich nie vergessen, wie könnte ich auch, es war mein erstes Mal. Ich habe mich verändert, das heißt Du hast mich verändert. Aber wie...oder in welcher Weise, das kann ich jetzt nicht sagen und sicher auch in einem Jahr noch nicht. Manchmal fehlt es mir, Deine Hand zu spüren oder deine Zunge.
Wenn ich im Bett liege und friere würde mir an Deiner Seite sicher schneller warm. Aber Du bist ja nicht mehr hier, und es steht in den Sternen, wann wir uns wiedersehen. Ich wusste es ja vorher, aber ich wollte es nicht wahrhaben, ganz einfach wegen meiner absoluten Unerfahrenheit in diesen Dingen. Wie sollte ich mich richtig freuen auf etwas, das ich überhaupt nicht kannte?
Und dann hast du mich im Flur das erste Mal geküsst und ich dachte noch -Hilfe, Überfall-, so hast Du mir gleich die Zunge in den Hals geschoben. (Aber ich glaub, ich hab den Dreh jetzt raus, sonst wärst Du ja nicht so verrückt danach gewesen, oder?)
Doch ich fühlte mich wohl bei Dir, sonst hätte ich mich nicht so ohne weiteres ausgezogen.
Und Du, Du gehörst jetzt zu meinem Leben dazu. Ich danke Dir, dass Du es warst. Und weil Du es warst, bin ich auch nicht traurig, dass es erst mit 30 passiert ist. Vielleicht ist das beim ersten Mal so, dass man alles viel intensiver wahrnimmt, eben weil alles „neu“ ist; dann musst Du damit leben, dass ich alles viel schöner in meiner Erinnerung behalten werde, als es vielleicht war...
Ich hab mein Leben, Du hast Deins. Aber sollte es sich ergeben, würde ich mich über eine Neuauflage freuen.
Bettina K. S.

Mittwoch, 21. September 2011

der Papst kommt

---
Er hat sich ja den perfekten Ort zum predigen ausgesucht, das Olympiastadion, immerhin traten hier schon Größen wie Mario Barth und dieser komische Österreicher mit dem Scheitel auf.
Aber das er im Bundestag reden darf, ist eine Riesensauerei. Wo bleibt die vielgepriesene Trennung von Staat und Kirche? Auch wenn man ihn als Oberhaupt des Vatikans und damit als Staatsoberhaupt versucht hinzustellen, der Vatikan ist ein Kirchenstaat. Und wer glaubt denn daran, dass der Papst morgen nicht in seinem Kleidchen, dass ihn als Kirchenoberhaupt ausweist, auftritt, sondern im Anzug?? Und damit ist er dort als kirchlicher Vertreter und somit ist das ein Bruch des Grundgesetzes. (für mich!)

Ausserdem ist morgen die Demo gegen den Papst, wo ich mich natürlich anschliessen werde.
wer möchte, hier findet ihr alle Infos.

Bettina


Ich würde mich übrigens auch mal auf eine Reaktion von Leserseite freuen, ich schreib ja nicht nur für die Nebelgeister.

Freitag, 16. September 2011

Markt am Maybachufer

Wenn ihr mal Dienstags oder Freitags ab 11.00 Uhr in Xberg seid, geht unbedingt mal auf den Orientalischen Markt am Maybachufer (U8 Schönleinstraße). Was da los ist, ist der Wahnsinn. Jedenfalls für so ne Landpflanze wie mich. Aber ich krieg dort was ich an Gemüse und so brauch zu unschlagbaren Preisen.
Und heute war dort auch noch Großwahlkampftag von den Grünen, den Linken, den Piraten und der SPD. Nur die CDU hat sich dort offenbar nicht hingetraut. ;)
Und ich hab dort mehr zufällig einen Flyer über "30 Jahre Häuser und Bewegung" in die Hand gedrückt bekommen mit dn Worten: "Ist keine Wahlwerbung"
Im Internet zu finden hier. Ich werd auf jeden Fall die Eine oder Andere Veranstaltung am Wochenende besuchen.
Gestern musste ich, o Graus, zum Bürgeramt. Doch o Wunder, mit Anstehen war ich nach 10 Minuten mit meiner Meldebestätigung wieder draussen. Es geht also auch so.

Bettina

Mittwoch, 14. September 2011

eine Leiche zur Begrüßung

Tja, jetzt sitze ich hier quasi im Schlafanzug und versuche mich an die vergangenen Wochen zu erinnern...
Mein Konto ist leer, aber mein Herz ist voll, so könnte ich dagegen leicht meine derzeitige Situation beschreiben. Ich versuchs mal rückwärts: heute war ich mit einem Bekannten am Paul-Lincke-Ufer in einem netten Cafe "essen". Das heisst, wir haben Kuchen und Eis mit Schokoladensoße gegessen und einen Kaffee getrunken. Dazu viel zu viele Zigaretten geraucht und über "Gott und die Welt" gequatscht. Und natürlich wollte er auch alles mögliche über mich wissen. Ist schon erstaunlich, wie wenig die Allgemeinheit eigentlich über Transidentität weiß.
Dabei sind die meisten wirklich neugierig, im positiven Sinne.
Und wir haben uns für die Gesichterausstellung im Bodemuseum verabredet.

Das Wochenende hab ich nicht allein verbracht...Es war das Schönste meines bisherigen Lebens, nicht zuletzt weil "er" so einfühlsam war. Er hat mich so akzeptiert wie ich bin. Ich hatte absolut keine Probleme damit, mich vor ihm nackt auszuziehen...das heisst, ich hatte immer noch ne kurze Seidenshorts an. SO gut bin ich mit mir selbst nicht, dass ich mich selbst ganz nackt ansehen könnte, ohne Komplexe zu kriegen. Er war da auch sehr rücksichtsvoll...(der Rest ist Schweigen!)

Wir waren Sonntag früh im Naturkundemuseum, meine Schwester war zufällig in der Stadt, da haben wir uns dort getroffen. danach sind wir dann richtung Kudamm gefahren und haben einen Schaufensterbummel gemacht, weil wir noch in die Fasanenstraße wollten, die lag in der Richtung; da war am Sonntag ab Mittag jüdischer Markt. Unterwegs sind wir noch bei MCD reingegangen, da ist das Bild entstanden, das irgendwie hier noch zu sehen sein wird. (geschafft ;) )
Es war unglaublich warm, die Sonne brannte und wir hatten 28° im Schatten.
Nach dem Markt sind wir dann weiter den Kudamm hoch bis kurz vor der (U) Adenauerplatz, dort haben wir uns noch ein bischen hingesetzt und einen Kaffe getrunken.
Von dort sind wir dann zurückgefahren bis (U) Bayrischer Platz (wo ich jetzt in der Nähe wohne) und sind in das Chinarestaurant LON-MEN gegangen. Die gebratene Ente mit drei verschiedenen Pilzen und Bambus ist einfach der Hammer. Total knusprig und einfach lecker und auf jeden Fall auch für große Frauen ausreichend. Und hinterher eine gebackene Banane mit Honig. Und dann kann die Welt untergehen.
Für mich allerdings ging sie danach erst auf, weil wir hinterher bei mir im Bett gelandet sind...(der Rest...gen)
Der Abschied am Montag ist mir echt schwer gefallen. Nicht mal so sehr, ihm beim Einchecken in Tegel zuzuschauen oder dann die letzten Worte im Wartebereich vor dem Abfluggate, erst hinterher, als ich wieder zu Hause war und die beiden Matratzen und die zerwühlten Bettdecken gesehen hatte, da hab ich mich plötzlich so einsam und verlassen wie noch nie gefühlt. Es ist mir abends echt schwer gefallen, dann die Matratze wegzuräumen. Ich kann jetzt glaub ich so ein bischen die Eltern verstehen, die die Kinderzimmer ihrer verstorbenen oder verschwundenen Kinder jahrelang nicht verändern. Man hat Angst, durch die Veränderung die Erinnerung zu zerstören. Dabei lebt die Erinnerung in einem (in mir) weiter. Klar fehlt er mir. Auch wenn er entsetzlich geschnarcht hat, aber ich wusste ja vorher, dass es nur ein WE ist. Und ich seh ihn wieder.
 Letzte Woche hab ich meinen Antrag auf Vornamens- und Personenstandsänderung ans Amtsgericht Schöneberg geschickt (Bettina Charlene S.). Mal sehen, ob das bis Ende des Jahres noch fertig wird.
Abenteuer Arbeitsamt und Bürgeramt Wilmersdorf: Bürgeramt 3 Stunden Wartezeit, bis ich den neuen Adressaufkleber hatte, Arbeitsamt an zwei Tagen insgesamt 7einhalb Stunden, um eine Bescheinung abzuholen. Das ist der Wahnsinn. Und Morgen muss ich wieder hin, weil mein Konto leer ist.
Aber da nehm ich mir ein Buch mit. ;)
Der Park hier um die Ecke hat einen unglaublich tollen und versteckten See zu bieten... Ich bin da kurz vor Sonnenuntergang am Dienstag mal rumspaziert, einfach traumhaft. Man vergißt fast, in Berlin zu sein.
Meine Wohnung ist ein Traum, 40 qm mit separater Küche und Balkon richtung Sonnenuntergang, ab Mittag hab ich Sonne. Und die Wohnung liegt quer zur Straße, sodass der Straßenlärm der Berliner nur halb bei mir ankommt. Ich kann am Tag die Balkontür auflassen, ohne dass mich der Lärm erschlägt.
Allerdings gibts in nächster Zeit Lärm von anderer Seite, das Haus wird teilsaniert. Von aussen verdämmt und von innen werden die Versorgungsstränge neu gemacht und die Heizungen und die Küche gefliest...und alles ohne dass die Miete nach oben geht.

Als ich damals ;) am 30.08.11 gegen Mittag mit der Bahn ein letztes Mal von Neubrandenburg fuhr, war für die Bahn in Oranienburg Schluss. Wir mussten in die S1 umsteigen und nach ewiger Wartezeit fuhren wir dann kurz nach dem Bahnhof vor einer Brücke an einer Gruppe Menschen vorbei, die dort ganz in weiß auf dem Gegengleis umherliefen und ich sah rechts und links des Gleises einzelne mit weißen Tüchern bedeckte Stellen. Man denke sich seinen Teil. Warum ist der Blödmann nicht von der Brücke in den Kanal gesprungen??

Ich war am ersten Wochenende bei einem Freund in Potsdam und bin dann von seinem Garten aus bis zu meiner Wohnung in Wilmersdorf barfuss gelaufen. War ein schönes Gefühl. Und in den U-Bahnhöfen hatte ich das Gefühl, da gibts ne Fussbodenheizung, so warm war das an den Füßen.
Das hab ich dieses We wieder gemacht, als ich mit meinem Freund Sonnabend früh um drei aus dem Insomnia kam. Unglaublich, wieviele Leute um die Zeit noch unterwegs sind. Da hat uns einer angehauen, ob wir Papers hätten, er würde sein Gras auch mit uns teilen...
Am Sonnabend abend sind wir dann nach Kreuzberg, Kottbusser Tor...da ist auf den Straßen nachts um zwölf mehr los, als in der Einkaufsstraße in Neubrandenburg am Tag. Und was da für Typen rumrennen. Total breit hat da einer angefangen einen Getränkeautomaten anzumachen. Und dann hat der den auch noch beschimpft. Und alle Welt hatte eine Flasche Bier in der Hand. Ohne geht anscheinend nicht.
Eigentlich wollte ich ja ins SO36, aber da war 20 oder 30 Jahre Feier Hausbesetzung, das war mir dann doch nichts. Wir sind dann weiter in die Marianne, aber ich versteh nicht, was da so besonders ist. die war so gut wie leer. Draussen saßen ein paar Leute, drinnen waren nur Frauen.
thats all for today folks!
Bettina

Donnerstag, 14. Juli 2011

Wie muss sich eine Mutter fühlen, wenn sie merkt, dass aus ihrem Sohn eine Tochter geworden ist? Und die ihr auch noch echt ähnlich sieht?
(bis auf die Kurven, aber da bin ich nicht so wild drauf, kleine B würde mir reichen)
















lg
Bettina 

Dienstag, 21. Juni 2011

"Viel Spaß beim hormonellen Irresein in der kommenden Zeit ;)"
So hat es vor einiger Zeit eine Beraterin für Trans* in Berlin ausgedrückt...Eine Zeitlang dachte ich ja, sie übertreibt, aber jetzt merke ich langsam, was sie meinte. Ich kann nicht mal so genau beschreiben, WAS sich genau verändert hat, ich merke nur, DAS sich was verändert. Sehr sogar. Brustwachstum, Hautbild, Gesichtsveränderung, darüber muss ich nicht viel schreiben, das ist eigentlich hinlänglich bekannt. Aber die inneren Veränderungen, die sind so schwer greifbar. Wahrscheinlich, weil sie bei jedem anders sind, kann sie niemand beschreiben und einen dementsprechend auch nicht darauf vorbereiten. Meine veränderte sexuelle Orientierung hab ich irgendwie früher schon mal erwähnt, aber jetzt kommt mir das vor wie der maximale Ausschlag eines Pendels in eine Richtung. Mit dem bewussten Umgang mit mir selbst, wozu auch das sich selbst annehmen können gehört, hab ich einige alte Muster abgelegt; sehr strikt sogar und gedacht, ich müsste jetzt genau entgegengesetzte Muster annehmen. Aber das eine ist genauso falsch wie das andere. Das Pendel steht in Ruhe in der Mitte, Ich ruhe in mir und versuche, vorurteilslos an das Thema "Beuteschema" ranzugehen. Keine näheren Beschreibungen an dieser Stelle ;)
Was mich wirklich überrascht, ist diese große Emotionalität, die da in mir wächst. Diese Fähigkeit, mitzufühlen. Wenn ich da an früher denke, komme ich mir rückblickend wie ein Stein vor. Aber keiner, der in der Sonne glitzert. 
Leuten, die man nicht kennt, mit einem Lächeln zu begegnen, oder sich eine halbe Stunde über Haare und Frisuren (vorzugsweise die eignen) zu unterhalten, das sind Fähigkeiten, die mich manchmal selbst noch überraschen. Vor allem, das ich es kann...Und das Schöne daran ist, ich will es so weil es sich einfach richtig anfühlt und ich freu mich wahnsinnig, das es endlich so ist.
Die Tränchen bei einem anrührenden Film sind da ja schon fast normal für mich. 
Und dann ist da noch die Wirkung des Androcur...
Der "Schlappschwanz" ist gewollt, und ich freu mich, dass er nicht mehr zuckt, aber die anderen Wirkungen des Andro auf den "Geist", auf die anderen aktiven und kreativen Funktionen des Körpers waren, wie soll ich mal sagen, wenig schön. Als würde man nur noch mit 70 oder 80% Lebenspower durchs Leben gehen, wo doch 100 zu Verfügung stünden.  Ich wusste früh nicht mehr, was ich nachts geträumt hatte, ich war irgendwie immer halb müde, nie genug um den Wunsch zu verspüren, jetzt wäre ein Nickerchen toll, aber immer nah dran. Ausserdem ging auch meine Kreativität zu einem nicht unbedeutendem Teil flöten. Ich konnte nicht mehr schreiben...(HA! Super Ausrede, dass ich so lange nichts von mir hab hören lassen!) Aber ich schreib auch Kurzgeschichten und andere Sachen. Ging alles nicht mehr so recht.
Tja, und darum hab ich das Andro jetzt seit  gut einem Monat auf Anraten meiner PT abgesetzt und kann mich nicht beklagen. Der "Schlappschwanz" ist geblieben, alles andere funktioniert jetzt wieder. Nicht dass sie immer besonders toll wären, aber Träume gehören zur Kreativität dazu und manchmal kann ich was davon verarbeiten. Und ich blogge wieder (juhhu...). Kreativbeispiel:

 Wie Tag und wie Nacht
in der Dämm'rung sich einen
Zwei Herzen sich treffen
umgarnen und tanzen
sich schmiegen und hoffen

Dass Dunkel und Licht

Wege sich brechen
zu finden den Takt
den gemeinsamen Schritt
der Herzen vereint
und Liebe nur meint
©Bettie_Mae 06/11

Noch zwei andere Sachen, ich hab den Mietvertrag für meine neue Wohnung unterschrieben, ab September bin ich Berlinerin: "Arm, aber Sexy." Jenau!
Und die Kasse hat meinen ersten Antrag auf Kostenübernahme für die Elektronadelepilation eiskalt abgeschmettert.  Werde ich wohl selber bezahlen, bevor ich meine ganze Zeit und Nerven in einen Kleinkrieg mit denen investiere.
Bin heut die Karl-Marx-Straße um den U Rathaus Neukölln herum mal hoch und runter spaziert, das ist wie ein Kurzurlaub in der Türkei. Auf der Straße hört man so gut wie nur türkisch, und aus den Autos die vorbei fahren, hört man laute türkische Musik, so wie woanders die Jugendlichen mit donnernden Bässen durch die Gegend fahren.
bis dann und so,
Bettina 



 

Mittwoch, 20. April 2011

500 Gramm Tiramisu und die Frage "mit dem Zug nach München oder mit dem Flieger"

Das Tiramisu ist aus dem Netto und echt lecker, wenn als Boden auch kein Löffelbiskuit verwand wurde; die Frage tauchte bei der Eröterung der Vor- und Nachteile beider Fortbewegungsmittel auf. Laut Internet braucht ein Flugzeug von Berlin-Tegel nach Müchen 1:10 Stunden, ein Zug von HBF zu HBF ca. 6:16 h, plus minus eine halbe Stunde. Bei der Bahn wohl eher Plus eine halbe Stunde. Also gewinnt der Flieger den ersten Punkt, wenn es um die Reisedauer geht. Beim Einchecken gewinnt die Bahn einen Punkt, weil das muss man auf einem Bahnhof nicht. Man kommt da hin, steht rum bis der Zug kommt -im Idealfall ist er pünktlich- steigt ein und ist weg. Und auf dem Flugplatz muss  man irgendwie ein oder zwei Stunden früher kommen um durch die ganzen Sicherheitskontrollen und weiß ich was noch zu gelangen.
Also 1:1
Beim Preis schlägt der Flieger die Bahn. Flüge gibts ab rund 60,- für Hinflug, wobei ich keine Ahnung habe, welche zusätzlichen Gebühren noch fällig werden. Vielleicht muss man in den Billigfliegern ja fünzig Cent bezahlen, wenn man unterwegs mal muss. Wer weiß?
Da kommt die Bahn trotzdem nicht mit. Die haben zwar sogenannte Sparangebote, wo man angeblich für 29,- nach München kommt, 2. Kl. mit dem ICE. Aber ich hab mindestens 10 verschiedene Abfahrtszeiten und
-tage getestet und da stand jedesmal "Verbindung nicht mehr verfügbar". So kommt man im besten Fall mit 119,- Euro davon. Nur für die Hinfahrt.
EIn weiterer Punkt ist das Sightseeing. Wer Wolken mag, wird das Fliegen lieben. Alle anderen bleiben lieber auf der Erde und genießen den Ausblick auf das schöne Mitteldeutschland und die Burgen und Schlösser entlang der Saale.
Und der letzte Punkt der kurzen Liste ist die Flugangst. Wer im Riesenrad schon feuchte Hände bekommt und für wen das Kettenkarussell schon der ultimative Nervenkitzel war, der sollte definitv nicht fliegen!
Damit schlägt die Bahn den Flieger mit 4:1! Einzig der Zeitgewinn könnte also jemanden dazu bringen, in einen Billigflieger zu steigen. Wobei die Preise natürlich für die Eco-holzklasse berechnet sind...

Aufgeworfen wurde diese Frage überhaupt erst bei der Erkenntniss, dass Dr. Schaff in München zur Zeit offenbar der Beste auf dem Gebiet der GA-OP ist. Zwei, die ich persönlich kenne, haben, bzw wollen sich von ihm operieren lassen, und meine PT sowie zwei Beraterinnen in Trans*-Angelegenheiten (Mari und Vera) haben ihn ebenfalls hervorgehoben bei ihrer Erwähnung guter Operateure in Dt.
Wenn ich jetzt mit der Punkteverteilung weitermachen würde, was ich aber nicht tue, dann gibts schon gleich Punktabzug  für die lange Wartezeit. Sowohl bei dem Vorgespräch als auch in Erwartung der OP. Ein Jahr und länger...ich weiß nicht. Ist irgendwie verdammt lang.

Dann bin ich jetzt seit genau einer Woche (14.04.) auf Hormonen. Ich war ganz brav bei der Gyn, hab mich dort abzapfen und meine Blutwerte bestimmen lassen und dann von ihr das Rezept bekommen.
Androcur 10, 1Tbl tgl. und Estrifam 2mg 2 Tbl. tgl.. Wie ich erst hinterher mitbekommen habe, ist es offenbar dem Sparwunsch des Herren des Hauses zu verdanken, dass die nette Fr. Dr. K. mir die billigeren Tabletten und nicht das teurere aber schonendere Gel verschrieben hat. Aber wenn ich das nächste Mal wieder dort vorstellig werde zur Kontrolle der Werte, dann werde ich doch mit Nachdruck auf Gel bestehen.
Als nächstes ist der Bart dran. Das Gutachten für die Kasse hab ich bekommen, jetzt muss ich noch den/die richtige EpilateurIn finden.

Etwas anderes habe ich schon gefunden, nämlich eine Wohnung in Berlin. 40 qm-Einraum in Wilmersdorf. (@Dani: 15 min zu Fuß von Fr. Dr. F. *zwinker* War aber Zufall. Ich schwör.)

Nachher, das heisst, wenn ich geschlafen haben werde, habe ich ein Gespräch mit meiner Familie -Mama und Schwester-die sich immer noch schwer tut, es zu akzeptieren das da eine Tochter/Schwester am Erwachsen werden ist. Und ich treffe nach 15 Jahren einen Freund wieder. Bin gespannt.

So, es ist ein Uhr früh, ich geh schlafen...ne, erst Zähne putzen.
N8
Bettie

Sonntag, 27. März 2011

Mitte letzter Woche war ich in Berlin bei der Gyn.  Sehr nette Frau...
Es wurden einige Röhrchen Blut abgenommen, ich musste unterschreiben, dass ich in eine genetische Untersuchung einwillige und dann war ich auch schon wieder fertig. In zwei Wochen sind die Ergebnisse da, und dann beginnt für mich endlich die HET. Ganz ohne Gutachten oder sonstwas. Und ich weiß nicht, ob ich ein Geheimnis verrate, aber ein halbes Jahr nach Beginn der HET (also in 6 Monaten + 2 Wochen) könnte ich theoretisch die Ga_OP machen lassen. Ich werde damit aber warten, bis die Epilation im Gesicht und an anderen exponierten Stellen beendet ist. Ich war auf zwei Jahre Wartezeit eingestellt, jetzt kommt es auf ein oder zwei Monate mehr auch nicht mehr an.



Das Kleid gabs vor ner Weile bei H&M. Sieht fast wie echtes Leder aus, und trägt sich verdammt gut. (Nein, ich gucke nicht böse!)



Wie sicher kann ich mir sein, dass das, was ich denke auch von mir kommt?
Das es nicht aus einem Wunschtraum heraus gedacht wird und sich verselbstständigt? Das ICH diesen Gedanken erschaffen habe und nicht mein Wunschtraum?
Ich beschäftige mich zur Zeit (aus geg. Anlass) mit dem Thema Trans*.
Ich bin eine Frau in einem Männerkörper (auch dass ist erst mal eine von mir gestellte Behauptung, da ausser mir selbst es niemand widerlegen kann und auch nur dann, wenn ich es zulassen würde und ich, wenn ich von meinem Wunschtraum beherrscht werden sollte, mir meinen eigenen Gedanken und Gefühlen nicht sicher sein kann)
Also denke ich, ich bin eine Frau. Aber denke ich es auch? Oder gaukelt mir mein Wunschtraum dieses Sein nur vor?
Gibt es überhaupt eine Möglichkeit objektiv zu denken? Oder ist rational das bessere Wort?


Bettie

P.S.: Meine Mutter und meine Schwester haben sich angekündigt, sie möchten mit mir reden, wegen der HET und der Ga-OP. Ich freu mich natürlich, dass sie überhaupt Interesse an mir haben, aber andererseits bin ich auch unruhig, weil ich nicht weiß was sie a) von mir wollen und b) was ich ihnen erklären soll.

Dienstag, 1. März 2011

Congratulations! You have been discriminized. Go straight to the Prison...

Und ich dachte, ich komme drumrum. Und jetzt ist es ausgerechnet eine Ärtzin, die mir da so ein wirres Zeug von genetischen Mutationen und Transexuellen mit haufenweise Männerkontakten erzählt. Als ich ihr erzählz habe, dass ich in Berlin in Psychoth. Behandlung bin wegen Transsexualität, war die allererste Frage, ob ich schon mit Männern (in der Mehrzahl, nicht nur mit einem!) Sex hatte. Ich hab echt gedacht, ich höre nicht richtig.
Und dann kommt sie noch damit, dass ja die TS evtl. genetisch bedingt ist. d.h. dass am Y vielleicht ein kleines x hängt, und bei einer Plasmaspende könnten ja genetisches Material mit abgenommen und dem Empfänger übertragen werden. Und der könnte ja dann auch TS werden...
Und darum wurde ich für die Thrombozytenspende abgelehnt. Ist das nich'n Ding?


Kurz zu gestern, war in Berlin wieder. Was ist der Unterschied zwischen weiblich sein und Frau sein? Denn Weiblich sein heisst ja nicht, dass es auch eine Frau ist...

Bis(s) bald  ;)

und noch war auf die Ohren, was richtig gut klingt. Tolle Mischung aus Rap und Electro.

Donnerstag, 10. Februar 2011

nur Müll und'n guter Link

Statt vieler Worte, hier mal ein Link zu einem anderen Blog, in dem verständlich dargestellt wird, was da in Karlsruhe eigentlich genau passiert ist...badhairdays

Und noch etwas ist mir in Berlin am Dienstag klar geworden... die Therapie der " geschlechtlichen Störung" muss fehlschlagen, damit danach mit der Transition begonnen werden kann...Wenn man den Kassenweg geht.

Das ist so krank...Nicht der Betroffene ist krank, sondern die Situation, in die der Gesetzgeber ihn treibt.
Was da in der Urteilsbegründung für ein Unfug mit drin steht, ich komme mir schon richtig wie ein Alien vor.

Dabei kann er, um beliebige Personenstandswechsel auszuschließen, einen auf objektivierte Kriterien gestützten Nachweis verlangen, dass die selbstempfundene Geschlechtszugehörigkeit, die dem festgestellten Geschlecht zuwiderläuft, tatsächlich von Dauer und ihre Anerkennung für den Betroffenen von existentieller Bedeutung ist. " Ja gehts noch??
Es ist echt zum Heulen.
Was sind wir vor dem Gesetz überhaupt? Was sind wir für den Staat?? Irgendetwas total fremdes und angsteinflößenes offenbar, so wie man uns bevormundet und versucht uns zu unterdrücken.
Ich kann ja gerne als Frau S. leben, ich kann mir sogar schwarz alle Hormone besorgen, wenn ich mich nicht vor der Kasse als krank hinstellen lassen will, aber ich muss mich dann eben weiterhin als HERR S. anreden und-schreiben lassen, da in meinem Ausweis ein männlicher Vorname steht...





Noch was erfreuliches, für mich, zum Schluss, ich hab bei ebay Stiefel bekommen, kniehoch, mir denen ich echt gut laufen kann. Bin damit mit meinem Freund fast drei Stunden durch Berlin getigert. Und trotz erstem Tragen keine Blasen oder sonstige Ausfallerscheinungen...
Dazu hatte ich ein nichtganz knielanges schwarzes Strickkleid an (Svenja, Dein Kleidungsstil färbt ab, danke).
Und er hat mich zum Essen eingeladen. Italienisch.
Das einzige was mich so ein bischen an ihm stört, ist das er Händchenhalten nicht mag und ich finde das so schön...da er etwas kleiner ist als ich, sieht das für ihn offenbar wie Mutti mit Kind aus. ;o)

Bettie




 

Dienstag, 18. Januar 2011

Wohin kannst du schon rennen...

...um vor dir selbst zu fliehen?
Nachträglich von mir ein gesundes neues Jahr. Es ist nie zu spät für gute Wünsche.
Es ist einige Zeit her, dass ich etwas geschrieben habe, und es ist dazwischen wenig, oder viel, passiert. Wenig was wirklich greifbar wäre. an Veränderungen zum Beispiel: keine Umzüge, keine Gerichtsverhandlungen, keine ungestandenen Morde...
Viel was nicht greifbar ist. Ihr seht es vielleicht auf dem Bild. Ich geb ja zu, auf dem alten Bild seh ich besonders "naja" aus, aber sooo viel anders nun auch wieder nicht, als an anderen Tagen damaliger Zeit.
Dank Diane bin ich heute wesentlich ausgeglichener. Ich fühle mich weicher, anschmiegsamer, verletzlicher und gefühlvoller.
Von Stimmungsschwankungen oder sonstigen Gemütsschwankungen merke ich bisher nichts. Vielleicht ist es auch noch zu früh um die Klappe aufzureissen...
Ich nehm sie jetzt ein halbes Jahr.
Nun habe ich es endlich geschafft, den Fragebogen für die Psychotherapeutin auszufüllen, sodass sie, so hoffe ich, in der nächsten Zeit den Antrag auf Dauertherapie oder wie das heisst, für die KK fertigmachen kann.

Um nochmal auf den Spruch ganz oben zurück zu kommen...jemand hat darauf geantwortet: nirgendwohin, du kannst nur zu dir selbst finden. Denn es ist tatsächlich egal, was man anstellt, um sich vor dem Problem zu verstecken, es findet einen. So wie es der andere Spruch deutlich macht: Ich ertränke meine Probleme im Alkohol, aber die Bastarde können schwimmen!

Anderes Thema, Svenja hatte es mal angesprochen, Transgender und die Liebe. Ich fang davon an, weil ich letztens in Berlin einen sehr netten Mann kennengelernt habe. Wir haben uns fast die ganze Zeit, die ich im Dienstagsclub war, unterhalten. Bis ich um halb zehn abends zum Zug musste. Ich weiss nicht wie ich es beschreiben soll, das ist mir noch nie passiert, dass ich mich mit einer person so locker und offen unterhalten habe. und dabei lagen wir meistens sogar auf einer Wellenlänge...(wieviele Leute kennt ihr, die die Olsenbande-Filme gut findet oder überhaupt kennt?) ich glaube, es war das erste Mal überhaupt, dass ich mich bei einem Gespräch nicht verstellen  musste. ich konnte einfach so sein wie mich gefühlt habe. Und jetzt freu ich mich eben total, ihn in zwei Wochen wieder zu sehen.
Und jetzt muss ich noch etwas für mich bedeutsames loswerden: noch vor einem halben Jahr wäre es für mich nicht vorstellbar gewesen, so eindeutig weiblich und "hemmungslos" (bitte nicht missverstehen) mit einem Mann zu erzählen. All die unbewussten Bewegungen und Blicke, die ich noch vor einem Jahr an mir noch nicht mal kannte. Und mit Sicherheit auch nie benutzt hätte sind mir jetzt ganz selbstverständlich vorgekommen.
Denn bis vor einem halben Jahr hätte ich Stein und Bein geschworen, das ich auf Frauen ausgerichtet bin.
Ich weiss nicht ob Diane schuld ist, oder ob es tatsächlich an der eigenen offenen Weiterentwicklung liegt, jedenfalls Frauen haben bei mir keine Chance mehr ;o)
Und mit O... habe ich einen netten Mann kennengelernt. mal sehen, was draus wird.  ich berichte ;o)

und zum Schluss noch ein Gedicht, welches ich zufällig entdeckt habe und euch nicht vorenthalten möchte weil ich es so unglaublich wundervoll finde.

Desiderata

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast
und sei des Friedens eingedenk,
den die Stille bergen kann.

Stehe - soweit ohne Selbstaufgabe möglich -
in freundlicher Beziehung zu allen Menschen.
Äussere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu,
auch den Geistlosen und Unwissenden;
auch sie haben ihre Geschichte,
Meide laute und agressive Menschen,
sie sind eine Qual für den Geist.

Wenn du dich mit anderen vergleichst,
könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen;
denn es wird immer jemanden geben,
grösser oder geringer als Du.
Freue Dich Deiner eigenen Leistungen
wie auch Deiner Pläne
bleibe weiter an Deiner eigenen Laufbahn interessiert,
Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.

In deinen geschäftlichen Angelegenheiten
lass Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug.
Aber dies soll dich nicht blind machen
gegen gleichermassen vorhandene Rechtschaffenheit.

Viele Menschen ringen um hohe Ideale;
und überall ist das Leben voller Heldentum.
Sei Du selbst; vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung.
Noch sei zynisch was die Liebe betrifft;
denn auch im Angesicht aller Dürre und Entäuschung
ist sie doch immerwährend wie das Gras.

Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre,
gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf.
Stärke die Kraft des Geistes,
damit sie Dich im plötzlich hereinbrechenden Unglück schütze.

Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen.
Viele Befürchtungen sind Folgen von Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei einem heilsamen Mass an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst.
Du bist ein Kind des Universums,
nicht weniger als die Bäume und die Sterne;
Du hast ein Recht hier zu sein.

Und ob es Dir nun bewusst ist oder nicht;
zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen.
Darum lebe in Frieden mit Gott,
was für eine Vorstellung Du auch von ihm hast
und was immer Dein Mühen und Sehnen ist.

In der lärmenden Wirrnis des Lebens
erhalte Dir den Frieden Deiner Seele.
Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen
ist diese Welt doch wunderschön.

Sei vorsichtig, strebe danach, glücklich zu sein.

-Max Ehrmann-

(fett von mir)  


viele Grüße
Bettie 

Samstag, 18. Dezember 2010

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit,
du wohnst in den Wolken,
dein Weg ist so weit.



tja, der weg scheint zwar weit zu sein, doch hindert es die kleinen biester nicht daran, hier in massen aufzuschlagen. ich glaub selbst letzten winter hat der schnee nicht so hoch gelegen.
ich war dienstag/mittwoch in berlin, zur weihnachtsfeier des sonntagsclub, und da hat es ca 19.00 oder so angefangen zu schneien und es hat bis zum nächsten tag durchgeschneit. aber so viel wie hier war das dort lang nicht. aber es hat gereicht um die bvg in schwierigkeiten zu bringen. die ringbahn 42 hatte zeitweise über 30 minuten verspätung am mittwochabend.

aber zurück zu dienstagabend: ich hatte mir schon einige zeit vorher ein passendes kleid gekauft: schwarz, seide, bodenlang (bei meiner größe ein glücksgriff), perfekt passend und von jil sander--->
(und sch***teuer)

es ist im rücken ziemlich tief eingeschnitten, aber ich hab mehr zufällig dienstag noch bei mister.lady ein bolerojäckchen in schwarz mit langen armen gefunden das war runtergesetzt, das letzte, und meine größe. wenn die bilder von der feier fertig sind, das heisst, wenn jemand die zeit gefunden hat, alle zusammenzusammeln, dann werd ich auch mal welche von mir zeigen. alex hat eins von mir gemacht, linke hand das martini glas, rechts die zigarette. (und dazu schwarze stiefel) ich hoffe, es ist nur halb so toll geworden wie ich denke. jedenfalls war der abend echt toll. und hab ich jede menge tolle und nette menschen getroffen. und ich bin wiedermal bis zum ende geblieben, so gegen 02.30 früh. denn ich hab gemerkt, die besten und schönsten gespräche kommen immer erst kurz vor schluss zustande. viele, die nach dem motto leben, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, wissen gar nicht was sie da in wirklichkeit alles noch verpassen. und mir ist an dem abend auch noch ein anderer gedanke gekommen. ein weiterer schritt auf dem weg frau zu sein: ich weiß jetzt auch warum wir ein kleid immer nur einmal tragen. egal wie schön es ist, was macht das für einen eindruck, wenn ich nächstes mal mit dem selben kleid auftauche? das geht doch nicht. zum glück hab ich noch einige zur auswahl. ich bin da ein wenig anfällig. wenn ich ein schönes modell sehe, kann ich immer nur schwer widerstehen.

zum glück hat sich mein geschmack schon ziemlich weit entwickelt, so dass ich recht genau weiss, was ich haben möchte und wie es aussehen soll und ich nicht mehr zwanghaft alles kaufe was glänzt. es gibt leider sehr wenig schöne kleider in grün...kein witz, auch wenn grün angeblich die farbe von cholerikern sein soll. ich finde das ist eine echt schöne farbe. besonders grüne seide sieht totall schön aus.

aber ich war nicht nur zur weihnachtsfeier in berlin. ich hab auch einige second-handläden für klamotten abgeklappert. unter qype findet ihr die genaue anschrift und die öffnungszeiten. sodass ich mir diese infos spare.

ich fang mal mit den beiden größten an, die ich besucht habe bis jetzt: "checkpoint&cinema" am mehringdamm, dort könnt ihr euch jede woche komplett neu einkleiden, der laden ist riesig, vielleich 20x30m , und überraschend gut beheizt. das zweite ist "colours" in der bergmannstraße. hier sind die einzelnen kleidungstücke nach farbe sortiert. und dienstags von 1100 bis 1500 ist happy hour, da gibts 30% rabatt auf den kilopreis von 14,99. aber vorsicht, die abteilung für die "kiloware" ist nicht besonders gut abgetrennt, denn sie verkaufen auch teile zu einzelpreisen. und der laden ist noch größer als "checkpoint". für mich eine fundgrube ist das "sterling gold" in den heckmannhöfen und die "schwarze truhe" in neukölln. das sterlin gold bietet designer kleider second hand an, ab 100 eur. ich bin gar nicht erst reingegangen, weil ich angst um meinen kontostand hatte, aber das nächste kleid für eine feier in berlin werde ich mir dort kaufen.

die schwarze truhe ist ein ähnliches geschäft, nur auf einem viel niedrigerem preisniveau, so dass ich um mein konto nicht so viel angst haben müsste, aber da gibt es vor allem schwarz (wie der name sagt) also auch gothickleider, und das sogenannte vintage. und wenn ihr etwas sucht, fragt die verkäuferin! aus ihren worten entnahm ich, dass sie ein ziemlich großes lager hat. auf jeden fall ein besuch wert, wenn ihr etwas ausgefallenes sucht. aber leider sehr weit weg von jeder s und u.bahn. ich war fast ne viertelstunde vom u.bhf neukölln unterwegs. und da ist die zeit, die ich mal wieder in die falsche richtung gelaufen bin, schon abgezogen. das ist so typisch für mich: ich komm aus dem bahnhof, egal ob s oder u- und lauf garantiert in die falsche richtung. selbst am alexanderplatz lauf ich jedesmal eine ehrenrunde, bis ich den eingang zum alexa gefunden habe.

dann hab ich auf meiner liste noch "elemtarteilchen", "hands up" und "schneewitte" zu stehen. alles drei sehr kleine geschäfte, die man wohl eher besucht, wenn man in deren gegend wohnt, und immer mal reinschauen kann. ich hab sie alle besucht. auf die weise hab ich auch sehr schöne oder seltsame ecken von berlin gesehen.

auf dem weg zu "schneewitte" bin ich s.bhf greifswalder straße ausgestiegen und dann richtung mitte gelaufen. vorbei am thälmanndekmal. ich kann gar nicht beschreiben, wie klein ich mich auf dieser riesigen straße gefühlt habe, und trotzdem war es so schön, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. ich liebe diese stadt einfach und durch ihre straßen zu laufen ist so als würde ich mich selbst besuchen...diese betriebsamkeit, die riesigen blöcke, das alles wirkt zutiefst beruhigend und nicht erdrückend auf mich.

die hufelandstraße noch ein stück weiter hoch an schneewitte vorbei gibt es eine eisdiele. dort hab ich mir ein schokoeis mt sahne geholt. das war so lecker, weil das bei gefühlten -3° draussen nicht gleich weggelaufen ist und ich mir mit dem essen richtig zeit lassen konnte. ausserdem waren die blicke der leute, die mir entgegenkamen, und der autofahrer an den kreuzungen echt die kalten finger wert ;)

ich bin bis zum alex durchgelaufen. dort hab ich am alexa ne bratwurst für 1,20 von den stehenden verkäufern gegessen (esst bloss nicht so eine überteuerte currywurst oder nen döner für über 3 euro)und mir bei mister.lady besagtes jäckchen gekauft. dann hab ich mich auf den weg zum hostel in prenzl.berg gemacht. eigentlich hatte ich ja vor, mich dort schon umzuziehen und dann in kleid und stiefeln durchs viertel zu laufen. aber der schnee auf den wegen war hier nicht sehr (eigentlich gar nicht) beseitigt worden und zu unebenen klumpen auf dem weg zusammengetreten worden, sodass ich angst um meine knöchel hatte. ausserdem war die temperatur nach sonnenuntergang noch mal richtig abgefallen. und das wär selbst mit der etwas dickeren strumpfhose die ich drunter hatte für dieses kleid zu kalt gewesen. so hab ich mich dann schweren herzens erst im club umgezogen und hatte plötzlich lampenfieber, als ich dann so angekleidet in den barraum zurückgehen sollte. alex hat mich gerettet, er hat mich einfach mitreingenommen. trotzdem hatte ich das gefühl, dass mich alles anstarren. das war für mich ein fast schon vergessenes gefühl. weil es mir sonst gleich ist, was jemand denkt,wenn er mich sieht. aber da saßen ca 50 leute im raum und ich hatte kurz das gefühl, sie schauen alle mich an. natürlich nur, weil ich so gut in dem kleid aussah. ;o) was mir einige auch gesagt haben und ich mich sehr drüber gefreut habe.

obwohl einige transfrauen da waren, gab es nur zwei, die ein langes kleid anhatten. ich war eine.



"wir sind die nacht"

fühlt euch gebissen,

lg

Bettie

Sonntag, 28. November 2010

ehrlich will ich bleiben

so hab ich es zumindest in der überschrift meines blogs geschrieben. es  machte wenig sinn, hier das blaue vom himmel herabzulügen... für die zeit könnte ich besseres tun. und so singt es auch die gruppe "karusell" im gleichnamigen lied. wozu die einleitung?
ich will ehrlich schreiben wie es mir geht aber es gibt nichts zu schreiben wie es mir geht. ich bin kribbelig und kann es kaum erwarten, dass etwas passiert, aber das ist nichts neues bei mir. und dann hab ich wieder das gefühl der totalen ohnmacht, als wenn eine endlosschleife ablaufen würde. nichts neues heute, nichts  neues gestern...und morgen? die hoffnung stirbt zuletzt. bei mir stirbt sie nie, denn mein optimismus ist unerreicht.
ich habe das gefühl, das ganze universum in mir zu tragen.

es gibt ein buch von dyachenko das jahrhundert der hexen, da ist von der mutterhexe die rede, die die ganze welt überspannt und alles sieht weil sie alles ist.

in meinem kopf laufen mehrere gedankenfilme gleichzeitig ab...wie in einem kino, das mehrere leinwände hintereinander hat. auf der ersten läuft der hauptfilm, dahinter die nächste leinwand mit dem nächsten film und dahinter die nächste leinwand und so weiter. und ich kann ohne probleme zwischen den einzelnen leinwänden wechseln und den jeweiligen "film" (wehe jemand denkt an das "filme schieben" beim drogenkonsum) nach vorn holen. und je nach gerade empfangenen eindrücken wechselt der gedankenfilm auf der leinwand. das nimmt natürlich sehr viel von der konzentration weg ist aber auch wieder praktisch da ich hobbymäßig geschichten schreibe und so mehrere geschichten gleichzeitig spinnen kann.
und jetzt kommt das komische oder besser, das seltsame: als ich damals die diane genommen hatte, war zwischen erster leinwand und den hinteren ein vorhang. ich hatte immer nur einen gedankenfilm im kopf. ich wusste, dass die anderen noch da waren, aber sie haben meine konzentration nicht beeinflußt, weil ich sie ausblenden konnte. ich hätte sie bewusst nach vorn holen müssen um sie zu betrachten... ich hab das damals einem psychologen erzählt, der konnte damit überhaupt nix anfangen, und das war ihm ganz neu, das hormone die gedanken beeinflussen. zur zeit allerdings belastet es mich eher, da keine neuen eindrücken kommen, und immer das selbe abläuft auf allen leinwänden. ob das am wetter liegt oder an der jahreszeit, wer weiß. ich fühl  mich zur zeit eh wie in watte gepackt. als würde ich die welt durch eine glaswand betrachten und keine tür finden.

eine einfache frage und ein einfaches bild haben mir gezeigt was ich will.
willst du ein mann sein? nein. das muss zwar nicht zwangsläufig zu dem schluss "dann willst du eine frau sein" führen, aber in unserer zweigeschlechtergesellschaft führt es dazu. oder?
das bild: weihnachtsbild einer familie, vater. mutter, kind. er im anzug, sie im kleid. würdest du lieber im anzug oder im kleid auf einem solchen bild zu sehen sein. ich hoffe, ich finde einen mann, der den mut hat sich an meine seite zu stellen...

denn eine andere frage ist genauso wichtig: für wen dieser ganze aufwand? denn zumindest die gaop ist ja nur für den partner da. naja, ich jedenfalls finde sie unabdingbar. ich würde mich nie als vollständige frau fühlen mit dieser beule in der hose. und selbst die besten tucking-methoden können es nur verstecken aber nicht verschwinden lassen. kennt ihr den film "the crying game"? sehr intensiv. ich hab ihn nicht bis zu ende angesehen.
das wars für heute. ich freu mich auf berlin am dienstag,
ich hoffe, ihr freut euch über die adventszeit.
klingeling
eure Bettie

Ich bin ein O_65-C_52-E_31-A_83-N_1 Big Five Persönlichkeitstyp!