Donnerstag, 14. Juli 2011

Wie muss sich eine Mutter fühlen, wenn sie merkt, dass aus ihrem Sohn eine Tochter geworden ist? Und die ihr auch noch echt ähnlich sieht?
(bis auf die Kurven, aber da bin ich nicht so wild drauf, kleine B würde mir reichen)
















lg
Bettina 

Dienstag, 21. Juni 2011

"Viel Spaß beim hormonellen Irresein in der kommenden Zeit ;)"
So hat es vor einiger Zeit eine Beraterin für Trans* in Berlin ausgedrückt...Eine Zeitlang dachte ich ja, sie übertreibt, aber jetzt merke ich langsam, was sie meinte. Ich kann nicht mal so genau beschreiben, WAS sich genau verändert hat, ich merke nur, DAS sich was verändert. Sehr sogar. Brustwachstum, Hautbild, Gesichtsveränderung, darüber muss ich nicht viel schreiben, das ist eigentlich hinlänglich bekannt. Aber die inneren Veränderungen, die sind so schwer greifbar. Wahrscheinlich, weil sie bei jedem anders sind, kann sie niemand beschreiben und einen dementsprechend auch nicht darauf vorbereiten. Meine veränderte sexuelle Orientierung hab ich irgendwie früher schon mal erwähnt, aber jetzt kommt mir das vor wie der maximale Ausschlag eines Pendels in eine Richtung. Mit dem bewussten Umgang mit mir selbst, wozu auch das sich selbst annehmen können gehört, hab ich einige alte Muster abgelegt; sehr strikt sogar und gedacht, ich müsste jetzt genau entgegengesetzte Muster annehmen. Aber das eine ist genauso falsch wie das andere. Das Pendel steht in Ruhe in der Mitte, Ich ruhe in mir und versuche, vorurteilslos an das Thema "Beuteschema" ranzugehen. Keine näheren Beschreibungen an dieser Stelle ;)
Was mich wirklich überrascht, ist diese große Emotionalität, die da in mir wächst. Diese Fähigkeit, mitzufühlen. Wenn ich da an früher denke, komme ich mir rückblickend wie ein Stein vor. Aber keiner, der in der Sonne glitzert. 
Leuten, die man nicht kennt, mit einem Lächeln zu begegnen, oder sich eine halbe Stunde über Haare und Frisuren (vorzugsweise die eignen) zu unterhalten, das sind Fähigkeiten, die mich manchmal selbst noch überraschen. Vor allem, das ich es kann...Und das Schöne daran ist, ich will es so weil es sich einfach richtig anfühlt und ich freu mich wahnsinnig, das es endlich so ist.
Die Tränchen bei einem anrührenden Film sind da ja schon fast normal für mich. 
Und dann ist da noch die Wirkung des Androcur...
Der "Schlappschwanz" ist gewollt, und ich freu mich, dass er nicht mehr zuckt, aber die anderen Wirkungen des Andro auf den "Geist", auf die anderen aktiven und kreativen Funktionen des Körpers waren, wie soll ich mal sagen, wenig schön. Als würde man nur noch mit 70 oder 80% Lebenspower durchs Leben gehen, wo doch 100 zu Verfügung stünden.  Ich wusste früh nicht mehr, was ich nachts geträumt hatte, ich war irgendwie immer halb müde, nie genug um den Wunsch zu verspüren, jetzt wäre ein Nickerchen toll, aber immer nah dran. Ausserdem ging auch meine Kreativität zu einem nicht unbedeutendem Teil flöten. Ich konnte nicht mehr schreiben...(HA! Super Ausrede, dass ich so lange nichts von mir hab hören lassen!) Aber ich schreib auch Kurzgeschichten und andere Sachen. Ging alles nicht mehr so recht.
Tja, und darum hab ich das Andro jetzt seit  gut einem Monat auf Anraten meiner PT abgesetzt und kann mich nicht beklagen. Der "Schlappschwanz" ist geblieben, alles andere funktioniert jetzt wieder. Nicht dass sie immer besonders toll wären, aber Träume gehören zur Kreativität dazu und manchmal kann ich was davon verarbeiten. Und ich blogge wieder (juhhu...). Kreativbeispiel:

 Wie Tag und wie Nacht
in der Dämm'rung sich einen
Zwei Herzen sich treffen
umgarnen und tanzen
sich schmiegen und hoffen

Dass Dunkel und Licht

Wege sich brechen
zu finden den Takt
den gemeinsamen Schritt
der Herzen vereint
und Liebe nur meint
©Bettie_Mae 06/11

Noch zwei andere Sachen, ich hab den Mietvertrag für meine neue Wohnung unterschrieben, ab September bin ich Berlinerin: "Arm, aber Sexy." Jenau!
Und die Kasse hat meinen ersten Antrag auf Kostenübernahme für die Elektronadelepilation eiskalt abgeschmettert.  Werde ich wohl selber bezahlen, bevor ich meine ganze Zeit und Nerven in einen Kleinkrieg mit denen investiere.
Bin heut die Karl-Marx-Straße um den U Rathaus Neukölln herum mal hoch und runter spaziert, das ist wie ein Kurzurlaub in der Türkei. Auf der Straße hört man so gut wie nur türkisch, und aus den Autos die vorbei fahren, hört man laute türkische Musik, so wie woanders die Jugendlichen mit donnernden Bässen durch die Gegend fahren.
bis dann und so,
Bettina 



 

Mittwoch, 20. April 2011

500 Gramm Tiramisu und die Frage "mit dem Zug nach München oder mit dem Flieger"

Das Tiramisu ist aus dem Netto und echt lecker, wenn als Boden auch kein Löffelbiskuit verwand wurde; die Frage tauchte bei der Eröterung der Vor- und Nachteile beider Fortbewegungsmittel auf. Laut Internet braucht ein Flugzeug von Berlin-Tegel nach Müchen 1:10 Stunden, ein Zug von HBF zu HBF ca. 6:16 h, plus minus eine halbe Stunde. Bei der Bahn wohl eher Plus eine halbe Stunde. Also gewinnt der Flieger den ersten Punkt, wenn es um die Reisedauer geht. Beim Einchecken gewinnt die Bahn einen Punkt, weil das muss man auf einem Bahnhof nicht. Man kommt da hin, steht rum bis der Zug kommt -im Idealfall ist er pünktlich- steigt ein und ist weg. Und auf dem Flugplatz muss  man irgendwie ein oder zwei Stunden früher kommen um durch die ganzen Sicherheitskontrollen und weiß ich was noch zu gelangen.
Also 1:1
Beim Preis schlägt der Flieger die Bahn. Flüge gibts ab rund 60,- für Hinflug, wobei ich keine Ahnung habe, welche zusätzlichen Gebühren noch fällig werden. Vielleicht muss man in den Billigfliegern ja fünzig Cent bezahlen, wenn man unterwegs mal muss. Wer weiß?
Da kommt die Bahn trotzdem nicht mit. Die haben zwar sogenannte Sparangebote, wo man angeblich für 29,- nach München kommt, 2. Kl. mit dem ICE. Aber ich hab mindestens 10 verschiedene Abfahrtszeiten und
-tage getestet und da stand jedesmal "Verbindung nicht mehr verfügbar". So kommt man im besten Fall mit 119,- Euro davon. Nur für die Hinfahrt.
EIn weiterer Punkt ist das Sightseeing. Wer Wolken mag, wird das Fliegen lieben. Alle anderen bleiben lieber auf der Erde und genießen den Ausblick auf das schöne Mitteldeutschland und die Burgen und Schlösser entlang der Saale.
Und der letzte Punkt der kurzen Liste ist die Flugangst. Wer im Riesenrad schon feuchte Hände bekommt und für wen das Kettenkarussell schon der ultimative Nervenkitzel war, der sollte definitv nicht fliegen!
Damit schlägt die Bahn den Flieger mit 4:1! Einzig der Zeitgewinn könnte also jemanden dazu bringen, in einen Billigflieger zu steigen. Wobei die Preise natürlich für die Eco-holzklasse berechnet sind...

Aufgeworfen wurde diese Frage überhaupt erst bei der Erkenntniss, dass Dr. Schaff in München zur Zeit offenbar der Beste auf dem Gebiet der GA-OP ist. Zwei, die ich persönlich kenne, haben, bzw wollen sich von ihm operieren lassen, und meine PT sowie zwei Beraterinnen in Trans*-Angelegenheiten (Mari und Vera) haben ihn ebenfalls hervorgehoben bei ihrer Erwähnung guter Operateure in Dt.
Wenn ich jetzt mit der Punkteverteilung weitermachen würde, was ich aber nicht tue, dann gibts schon gleich Punktabzug  für die lange Wartezeit. Sowohl bei dem Vorgespräch als auch in Erwartung der OP. Ein Jahr und länger...ich weiß nicht. Ist irgendwie verdammt lang.

Dann bin ich jetzt seit genau einer Woche (14.04.) auf Hormonen. Ich war ganz brav bei der Gyn, hab mich dort abzapfen und meine Blutwerte bestimmen lassen und dann von ihr das Rezept bekommen.
Androcur 10, 1Tbl tgl. und Estrifam 2mg 2 Tbl. tgl.. Wie ich erst hinterher mitbekommen habe, ist es offenbar dem Sparwunsch des Herren des Hauses zu verdanken, dass die nette Fr. Dr. K. mir die billigeren Tabletten und nicht das teurere aber schonendere Gel verschrieben hat. Aber wenn ich das nächste Mal wieder dort vorstellig werde zur Kontrolle der Werte, dann werde ich doch mit Nachdruck auf Gel bestehen.
Als nächstes ist der Bart dran. Das Gutachten für die Kasse hab ich bekommen, jetzt muss ich noch den/die richtige EpilateurIn finden.

Etwas anderes habe ich schon gefunden, nämlich eine Wohnung in Berlin. 40 qm-Einraum in Wilmersdorf. (@Dani: 15 min zu Fuß von Fr. Dr. F. *zwinker* War aber Zufall. Ich schwör.)

Nachher, das heisst, wenn ich geschlafen haben werde, habe ich ein Gespräch mit meiner Familie -Mama und Schwester-die sich immer noch schwer tut, es zu akzeptieren das da eine Tochter/Schwester am Erwachsen werden ist. Und ich treffe nach 15 Jahren einen Freund wieder. Bin gespannt.

So, es ist ein Uhr früh, ich geh schlafen...ne, erst Zähne putzen.
N8
Bettie

Sonntag, 27. März 2011

Mitte letzter Woche war ich in Berlin bei der Gyn.  Sehr nette Frau...
Es wurden einige Röhrchen Blut abgenommen, ich musste unterschreiben, dass ich in eine genetische Untersuchung einwillige und dann war ich auch schon wieder fertig. In zwei Wochen sind die Ergebnisse da, und dann beginnt für mich endlich die HET. Ganz ohne Gutachten oder sonstwas. Und ich weiß nicht, ob ich ein Geheimnis verrate, aber ein halbes Jahr nach Beginn der HET (also in 6 Monaten + 2 Wochen) könnte ich theoretisch die Ga_OP machen lassen. Ich werde damit aber warten, bis die Epilation im Gesicht und an anderen exponierten Stellen beendet ist. Ich war auf zwei Jahre Wartezeit eingestellt, jetzt kommt es auf ein oder zwei Monate mehr auch nicht mehr an.



Das Kleid gabs vor ner Weile bei H&M. Sieht fast wie echtes Leder aus, und trägt sich verdammt gut. (Nein, ich gucke nicht böse!)



Wie sicher kann ich mir sein, dass das, was ich denke auch von mir kommt?
Das es nicht aus einem Wunschtraum heraus gedacht wird und sich verselbstständigt? Das ICH diesen Gedanken erschaffen habe und nicht mein Wunschtraum?
Ich beschäftige mich zur Zeit (aus geg. Anlass) mit dem Thema Trans*.
Ich bin eine Frau in einem Männerkörper (auch dass ist erst mal eine von mir gestellte Behauptung, da ausser mir selbst es niemand widerlegen kann und auch nur dann, wenn ich es zulassen würde und ich, wenn ich von meinem Wunschtraum beherrscht werden sollte, mir meinen eigenen Gedanken und Gefühlen nicht sicher sein kann)
Also denke ich, ich bin eine Frau. Aber denke ich es auch? Oder gaukelt mir mein Wunschtraum dieses Sein nur vor?
Gibt es überhaupt eine Möglichkeit objektiv zu denken? Oder ist rational das bessere Wort?


Bettie

P.S.: Meine Mutter und meine Schwester haben sich angekündigt, sie möchten mit mir reden, wegen der HET und der Ga-OP. Ich freu mich natürlich, dass sie überhaupt Interesse an mir haben, aber andererseits bin ich auch unruhig, weil ich nicht weiß was sie a) von mir wollen und b) was ich ihnen erklären soll.

Dienstag, 1. März 2011

Congratulations! You have been discriminized. Go straight to the Prison...

Und ich dachte, ich komme drumrum. Und jetzt ist es ausgerechnet eine Ärtzin, die mir da so ein wirres Zeug von genetischen Mutationen und Transexuellen mit haufenweise Männerkontakten erzählt. Als ich ihr erzählz habe, dass ich in Berlin in Psychoth. Behandlung bin wegen Transsexualität, war die allererste Frage, ob ich schon mit Männern (in der Mehrzahl, nicht nur mit einem!) Sex hatte. Ich hab echt gedacht, ich höre nicht richtig.
Und dann kommt sie noch damit, dass ja die TS evtl. genetisch bedingt ist. d.h. dass am Y vielleicht ein kleines x hängt, und bei einer Plasmaspende könnten ja genetisches Material mit abgenommen und dem Empfänger übertragen werden. Und der könnte ja dann auch TS werden...
Und darum wurde ich für die Thrombozytenspende abgelehnt. Ist das nich'n Ding?


Kurz zu gestern, war in Berlin wieder. Was ist der Unterschied zwischen weiblich sein und Frau sein? Denn Weiblich sein heisst ja nicht, dass es auch eine Frau ist...

Bis(s) bald  ;)

und noch war auf die Ohren, was richtig gut klingt. Tolle Mischung aus Rap und Electro.

Donnerstag, 10. Februar 2011

nur Müll und'n guter Link

Statt vieler Worte, hier mal ein Link zu einem anderen Blog, in dem verständlich dargestellt wird, was da in Karlsruhe eigentlich genau passiert ist...badhairdays

Und noch etwas ist mir in Berlin am Dienstag klar geworden... die Therapie der " geschlechtlichen Störung" muss fehlschlagen, damit danach mit der Transition begonnen werden kann...Wenn man den Kassenweg geht.

Das ist so krank...Nicht der Betroffene ist krank, sondern die Situation, in die der Gesetzgeber ihn treibt.
Was da in der Urteilsbegründung für ein Unfug mit drin steht, ich komme mir schon richtig wie ein Alien vor.

Dabei kann er, um beliebige Personenstandswechsel auszuschließen, einen auf objektivierte Kriterien gestützten Nachweis verlangen, dass die selbstempfundene Geschlechtszugehörigkeit, die dem festgestellten Geschlecht zuwiderläuft, tatsächlich von Dauer und ihre Anerkennung für den Betroffenen von existentieller Bedeutung ist. " Ja gehts noch??
Es ist echt zum Heulen.
Was sind wir vor dem Gesetz überhaupt? Was sind wir für den Staat?? Irgendetwas total fremdes und angsteinflößenes offenbar, so wie man uns bevormundet und versucht uns zu unterdrücken.
Ich kann ja gerne als Frau S. leben, ich kann mir sogar schwarz alle Hormone besorgen, wenn ich mich nicht vor der Kasse als krank hinstellen lassen will, aber ich muss mich dann eben weiterhin als HERR S. anreden und-schreiben lassen, da in meinem Ausweis ein männlicher Vorname steht...





Noch was erfreuliches, für mich, zum Schluss, ich hab bei ebay Stiefel bekommen, kniehoch, mir denen ich echt gut laufen kann. Bin damit mit meinem Freund fast drei Stunden durch Berlin getigert. Und trotz erstem Tragen keine Blasen oder sonstige Ausfallerscheinungen...
Dazu hatte ich ein nichtganz knielanges schwarzes Strickkleid an (Svenja, Dein Kleidungsstil färbt ab, danke).
Und er hat mich zum Essen eingeladen. Italienisch.
Das einzige was mich so ein bischen an ihm stört, ist das er Händchenhalten nicht mag und ich finde das so schön...da er etwas kleiner ist als ich, sieht das für ihn offenbar wie Mutti mit Kind aus. ;o)

Bettie




 

Dienstag, 18. Januar 2011

Wohin kannst du schon rennen...

...um vor dir selbst zu fliehen?
Nachträglich von mir ein gesundes neues Jahr. Es ist nie zu spät für gute Wünsche.
Es ist einige Zeit her, dass ich etwas geschrieben habe, und es ist dazwischen wenig, oder viel, passiert. Wenig was wirklich greifbar wäre. an Veränderungen zum Beispiel: keine Umzüge, keine Gerichtsverhandlungen, keine ungestandenen Morde...
Viel was nicht greifbar ist. Ihr seht es vielleicht auf dem Bild. Ich geb ja zu, auf dem alten Bild seh ich besonders "naja" aus, aber sooo viel anders nun auch wieder nicht, als an anderen Tagen damaliger Zeit.
Dank Diane bin ich heute wesentlich ausgeglichener. Ich fühle mich weicher, anschmiegsamer, verletzlicher und gefühlvoller.
Von Stimmungsschwankungen oder sonstigen Gemütsschwankungen merke ich bisher nichts. Vielleicht ist es auch noch zu früh um die Klappe aufzureissen...
Ich nehm sie jetzt ein halbes Jahr.
Nun habe ich es endlich geschafft, den Fragebogen für die Psychotherapeutin auszufüllen, sodass sie, so hoffe ich, in der nächsten Zeit den Antrag auf Dauertherapie oder wie das heisst, für die KK fertigmachen kann.

Um nochmal auf den Spruch ganz oben zurück zu kommen...jemand hat darauf geantwortet: nirgendwohin, du kannst nur zu dir selbst finden. Denn es ist tatsächlich egal, was man anstellt, um sich vor dem Problem zu verstecken, es findet einen. So wie es der andere Spruch deutlich macht: Ich ertränke meine Probleme im Alkohol, aber die Bastarde können schwimmen!

Anderes Thema, Svenja hatte es mal angesprochen, Transgender und die Liebe. Ich fang davon an, weil ich letztens in Berlin einen sehr netten Mann kennengelernt habe. Wir haben uns fast die ganze Zeit, die ich im Dienstagsclub war, unterhalten. Bis ich um halb zehn abends zum Zug musste. Ich weiss nicht wie ich es beschreiben soll, das ist mir noch nie passiert, dass ich mich mit einer person so locker und offen unterhalten habe. und dabei lagen wir meistens sogar auf einer Wellenlänge...(wieviele Leute kennt ihr, die die Olsenbande-Filme gut findet oder überhaupt kennt?) ich glaube, es war das erste Mal überhaupt, dass ich mich bei einem Gespräch nicht verstellen  musste. ich konnte einfach so sein wie mich gefühlt habe. Und jetzt freu ich mich eben total, ihn in zwei Wochen wieder zu sehen.
Und jetzt muss ich noch etwas für mich bedeutsames loswerden: noch vor einem halben Jahr wäre es für mich nicht vorstellbar gewesen, so eindeutig weiblich und "hemmungslos" (bitte nicht missverstehen) mit einem Mann zu erzählen. All die unbewussten Bewegungen und Blicke, die ich noch vor einem Jahr an mir noch nicht mal kannte. Und mit Sicherheit auch nie benutzt hätte sind mir jetzt ganz selbstverständlich vorgekommen.
Denn bis vor einem halben Jahr hätte ich Stein und Bein geschworen, das ich auf Frauen ausgerichtet bin.
Ich weiss nicht ob Diane schuld ist, oder ob es tatsächlich an der eigenen offenen Weiterentwicklung liegt, jedenfalls Frauen haben bei mir keine Chance mehr ;o)
Und mit O... habe ich einen netten Mann kennengelernt. mal sehen, was draus wird.  ich berichte ;o)

und zum Schluss noch ein Gedicht, welches ich zufällig entdeckt habe und euch nicht vorenthalten möchte weil ich es so unglaublich wundervoll finde.

Desiderata

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast
und sei des Friedens eingedenk,
den die Stille bergen kann.

Stehe - soweit ohne Selbstaufgabe möglich -
in freundlicher Beziehung zu allen Menschen.
Äussere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu,
auch den Geistlosen und Unwissenden;
auch sie haben ihre Geschichte,
Meide laute und agressive Menschen,
sie sind eine Qual für den Geist.

Wenn du dich mit anderen vergleichst,
könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen;
denn es wird immer jemanden geben,
grösser oder geringer als Du.
Freue Dich Deiner eigenen Leistungen
wie auch Deiner Pläne
bleibe weiter an Deiner eigenen Laufbahn interessiert,
Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.

In deinen geschäftlichen Angelegenheiten
lass Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug.
Aber dies soll dich nicht blind machen
gegen gleichermassen vorhandene Rechtschaffenheit.

Viele Menschen ringen um hohe Ideale;
und überall ist das Leben voller Heldentum.
Sei Du selbst; vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung.
Noch sei zynisch was die Liebe betrifft;
denn auch im Angesicht aller Dürre und Entäuschung
ist sie doch immerwährend wie das Gras.

Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre,
gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf.
Stärke die Kraft des Geistes,
damit sie Dich im plötzlich hereinbrechenden Unglück schütze.

Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen.
Viele Befürchtungen sind Folgen von Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei einem heilsamen Mass an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst.
Du bist ein Kind des Universums,
nicht weniger als die Bäume und die Sterne;
Du hast ein Recht hier zu sein.

Und ob es Dir nun bewusst ist oder nicht;
zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen.
Darum lebe in Frieden mit Gott,
was für eine Vorstellung Du auch von ihm hast
und was immer Dein Mühen und Sehnen ist.

In der lärmenden Wirrnis des Lebens
erhalte Dir den Frieden Deiner Seele.
Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen
ist diese Welt doch wunderschön.

Sei vorsichtig, strebe danach, glücklich zu sein.

-Max Ehrmann-

(fett von mir)  


viele Grüße
Bettie