ich frag mich nur, was kann ich noch tun, um noch weiblicher zu sein? ich benehme mich absolut "unmännlich", so sehr wie es nur geht, wenn es etwas männliches gibt, oder wenn mir an mir etwas derartiges auffällt, dann versuche ich es zu ändern.
-bewegung dauert, vor allem der "seitlich schwankende seemannsgang", aber ich denke ich kriegs schon ganz gut hin, wenn man von hinten noch hört, " war das ein mann oder ne frau?" dann kann es so schlecht nicht gewesen sein.
-haare? ich hab schulterlange mit wellen(natur), durchgestuft; im dezember kommt ne vernünftige farbe rein, unbedingt etwas mit rot.
-fingernägel? geht nicht, da ich in einem lebensmittelbetrieb arbeite. kein nagellack, keine langen nägel(die würden sowieso abbrechen)
-augenbrauen? könnten dünner sein, aber ich hoffe, da kann mir die kosmetikerin helfen.
-schmuck? ich trage eine kleine damenuhr mir braunem armband, ohrstecker bei gelegenheit, ketten selten, armbänder oder so eigentlich gar nicht. aber wer legt auf solche äußerlichkeiten wert??
-ich hab mir vor über 5 jahren ein steißtattoo (auch a...geweih genannt) stechen lassen, da bin ich immer noch sehr stolz drauf!
-kleidung...ich mag röcke schon, zu besonderen anlässen. da ich nicht die beine wie svenja habe ^^
nur lange varianten, kleider auch nur lang und keine normalen spaghettiträger entweder oneshoulder oder neckholder.
aber die kleider würde ich auch kürzer, mit ner blickdichten strumfphose oder leggins drunter, auch an
"normalen" tagen tragen. kommt eben auf den schnitt und das material an. es gibt schöne knielange strickkleider mit großem kragen die man mit einem breiten gürtel toll kombinieren kann...
-meine brille. seit juni diesen jahres ein eindeutiges frauenmodell, in glänzendem dunklem lila, mit breiten bügeln an der seite.
-schuhe. falsches thema. ich hab ein paar stiefel mit 75-80 mm, die reichen für besondere gelegenheiten. laufen kann ich mit absätzen sowiso nicht gut. ich mag sneakers lieber. und mit absätzen seh ich nur noch größer aus.
-noch was äußerliches vergessen?
stimme...ich lern die gebärdensprache und geb vor stumm zu sein. ich hoffe, die stimmbänder kann man irgendwie tunen. wenn ich in die HÖHE von hildegard knef kommen würde, wäre ich schon zufrieden.
so, immer schön smooth bleiben :)
Bettie
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Mittwoch, 27. Oktober 2010
eine entscheidung steht an
am 02.11 hab ich den nächsten Termin bei der psychotherapeutin. danach werde ich mich entscheiden. eigentlich quatsch, eine Entscheidung von anderen abhängig zumachen, aber es gibt einiges, was ich noch mit ihr besprechen möchte und Bedenken, die nur sie ausräumen kann. Was mir am meisten Angst macht, ist die Vornamenänderung, das die so am Anfang gestellt wird. Ich würde sie eher zum Ende der Angleichung stellen, da ich dann eher nach dem neuen Namen aussehe als in ein paar Wochen.
Und dann habe ich noch ein paar Fragen zur Hormontherapie.
Aber ich freu mich wieder in Berlin zu sein.
es grüßt
Bettie
Und dann habe ich noch ein paar Fragen zur Hormontherapie.
Aber ich freu mich wieder in Berlin zu sein.
es grüßt
Bettie
Freitag, 22. Oktober 2010
Lesung von Balian Buschbaum
So, gestern war also die lesung, auf die ich mit so viel spannung gewartet habe...
um kurz nach achtzehn uhr bin ich im cafe berlin gewesen.wie ich reinkomme, der erste schock: der laden ist proppenvoll. die bar ist vollbesetzt und alle tische ebenso. dann hab ich mir ein eintrittsticket gekauft (5 euro find ich eigentlich ok, an der kasse gab es auch das buch noch zu kaufen, für die die noch keines hatte, was sie signieren lassen wollten) und hab mir den leseraum angeschaut. ich dachte ich seh nicht recht: da waren höchsten stühle für 30 leute aufgestellt. und draussen saßen mindenstens 50 leute die die lesung hören wollten. mit verspätung wurde dann ein raum geöffnet und auch noch für die besucher freigemacht. Inzwischen hatte ich mir einen macchiato bestellt um irgendwas in der Hand zu haben. Dann wollte ich einen Cassidys Cane haben, aber was für ein Skandal, die hatten keinen Bacardi Oro! Er hat mir dann einen Ersatzcocktail gemixt, der auch nicht schlecht geschmeckt hat, aber mit 5 euro auch nicht grade billig war für eine Bar in Neubrandenburg. Dann kam Balian durch die Menge, fast unerkannt, weil alle ins Gespräch vertieft waren und er hinter dem "Moderator" des Abends herging. Er ist etwas kleiner als ich. Aber er sieht unglaublich gut aus. Dann ging es los. Einige einleitende Worte von Andre, dann begann Balian mit der Lesung. Man merkt, dass er kein Profi ist, aber er hat seine Sache gut gemacht. vier Auszüge hat er gelesen und dann noch sehr ausführlich Fragen beantwortet. Es waren zwei Frau zu Mann TS dort ( ich war die einzige MzF dort), die Mutter des einen hat bald geheult, als sie erzählte, das sie eine Tochter verliert... Balian hat noch versucht sie zu beruhigen, das sie ja einen Sohn bekommt und das Kind behält. War schon interessant, wie er sich da reingehängt hat. Insgesamt hat er bestimmt eine halbe Stunde Rede und Antwort gestanden. Und danach noch eine gute Stunde Bücher signiert und Autogrammkarten unterschrieben. Schaut auch mal auf seiner Website rein.
Ich fand den Abend sehr gelungen und ich hatte einiges zum Nachdenken in meiner Nachtschicht, die eine halbe Stunde später begann O_o
Er hatte eine ganz andere Sicht auf einige Dinge. Vor Allem merkte ich mal wieder, dass die (sorry) Wessies eine ganz andere Mentalität haben. Es stimmt in gewisser Weise, wenn man von "Jammerossies" spricht. Uns fehlt es an der optimisitschen Weltsicht, die vielen unserer Freunde aus dem Westen eigen ist. Das erinnerte mich wieder an eine Schulfreundin an der Abendschule. Sie war eine schöne, große Friesin und hat mich immer wieder beeindruckt durch ihre Offenheit und ihre direkte Art. Kaum einem aus dem Osten würde es einfallen, dem Lehrer zu widersprechen. Für sie kein Problem. Selbst der Lehrer hatte zu Anfang so seine Probleme mit ihr. In gewisser Weise haben wir alle von ihr mehr gelernt als vom Lehrer. Es ist eigentlich schade, dass es noch so viele Vorurteile zwischen Ost und West gibt.
bis dann
Bettie
um kurz nach achtzehn uhr bin ich im cafe berlin gewesen.wie ich reinkomme, der erste schock: der laden ist proppenvoll. die bar ist vollbesetzt und alle tische ebenso. dann hab ich mir ein eintrittsticket gekauft (5 euro find ich eigentlich ok, an der kasse gab es auch das buch noch zu kaufen, für die die noch keines hatte, was sie signieren lassen wollten) und hab mir den leseraum angeschaut. ich dachte ich seh nicht recht: da waren höchsten stühle für 30 leute aufgestellt. und draussen saßen mindenstens 50 leute die die lesung hören wollten. mit verspätung wurde dann ein raum geöffnet und auch noch für die besucher freigemacht. Inzwischen hatte ich mir einen macchiato bestellt um irgendwas in der Hand zu haben. Dann wollte ich einen Cassidys Cane haben, aber was für ein Skandal, die hatten keinen Bacardi Oro! Er hat mir dann einen Ersatzcocktail gemixt, der auch nicht schlecht geschmeckt hat, aber mit 5 euro auch nicht grade billig war für eine Bar in Neubrandenburg. Dann kam Balian durch die Menge, fast unerkannt, weil alle ins Gespräch vertieft waren und er hinter dem "Moderator" des Abends herging. Er ist etwas kleiner als ich. Aber er sieht unglaublich gut aus. Dann ging es los. Einige einleitende Worte von Andre, dann begann Balian mit der Lesung. Man merkt, dass er kein Profi ist, aber er hat seine Sache gut gemacht. vier Auszüge hat er gelesen und dann noch sehr ausführlich Fragen beantwortet. Es waren zwei Frau zu Mann TS dort ( ich war die einzige MzF dort), die Mutter des einen hat bald geheult, als sie erzählte, das sie eine Tochter verliert... Balian hat noch versucht sie zu beruhigen, das sie ja einen Sohn bekommt und das Kind behält. War schon interessant, wie er sich da reingehängt hat. Insgesamt hat er bestimmt eine halbe Stunde Rede und Antwort gestanden. Und danach noch eine gute Stunde Bücher signiert und Autogrammkarten unterschrieben. Schaut auch mal auf seiner Website rein.
Ich fand den Abend sehr gelungen und ich hatte einiges zum Nachdenken in meiner Nachtschicht, die eine halbe Stunde später begann O_o
Er hatte eine ganz andere Sicht auf einige Dinge. Vor Allem merkte ich mal wieder, dass die (sorry) Wessies eine ganz andere Mentalität haben. Es stimmt in gewisser Weise, wenn man von "Jammerossies" spricht. Uns fehlt es an der optimisitschen Weltsicht, die vielen unserer Freunde aus dem Westen eigen ist. Das erinnerte mich wieder an eine Schulfreundin an der Abendschule. Sie war eine schöne, große Friesin und hat mich immer wieder beeindruckt durch ihre Offenheit und ihre direkte Art. Kaum einem aus dem Osten würde es einfallen, dem Lehrer zu widersprechen. Für sie kein Problem. Selbst der Lehrer hatte zu Anfang so seine Probleme mit ihr. In gewisser Weise haben wir alle von ihr mehr gelernt als vom Lehrer. Es ist eigentlich schade, dass es noch so viele Vorurteile zwischen Ost und West gibt.
bis dann
Bettie
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Lesung Balian Buschbaum in Neubrandenburg und anderes
ich bin total aufgeregt, am 21. 10. kommt Balian nach nbg. seit geraumer zeit bin ich am überlegen was ich anzieh. dann war ich in schwerin vor ein 4 wochen, und ich denke jetzt hab ich das passende: schwarz-weiss melierten longpullover mit kurzen armen und kragen, dazu ein schwarzer breiter Gürtel und eine schwarze Business-Hose. ich denke damit bin ich auf alle fälle passend gekleidet...nur mit den haaren weiss ich noch nicht was ich da mache. trag ich sie offen oder einfach n pferdeschwanz oder mit aufwand und spray und so ne richtig gestylte frisur. und schminken weiß ich auch noch nicht. ein wenig vielleicht, eigentlich sogar sicher, aber es wird nicht der griff in den farbtopf werden.
in den letzten woche war es wirklich ziemlich unruhig in meinem leben. erst der umzug in meine eigene 1r whg, und dann kam plötzlich der arbeitsvertrag über 40 stunden/woche. da komm ich kaum zum ein und aufräumen. aber meine nähmaschine steht an ihrem platz und das ist schon erstmal wichtig. und das poster von audrey (grüße an svenja) hängt auch schon. aber es fehlt eben noch eine ganze menge, worüber man in einer wg gar nicht nachdenkt, weil immer einer was hat. zum beispiel, nehme ich auslegware für das komplette zimmer oder nur für die freiräume zwischen sessel, tisch und bett und regal einzelne läufer von den kosten wird es das selbe sein.
und ich komme erstaunlich gut ohne die pille zurecht, keine stimmungsschwankungen, keine "finstren" gedanken.
die letzte zeit hab ich das ganze thema bewusst verdrängt, mich um nichts gekümmert und einfach alles seinen lauf gehen lassen. nicht drüber nachgedacht und gegrübelt und ich denke es ist die angst vor diesem riesen schritt, vor der übergangszeit, wenn ich nicht nach ihm und nicht nach ihr aussehe...vor der reaktion der leute (der arbeitskollegen) die mich bisher nur als "den" S. kennen der durch die backstuben flitzt. letztendendes können auch sie nichts anderes tun als es akzeptieren oder es lassen.
ich bin nach wievor überzeugt, das es der einzig richtige schritt ist. gezögert habe ich immer noch, weil ich dachte, oder besser weil ich das gefühl hatte, irgendwas übersehen zu haben. irgendwas, das das ganze vielleicht unnötig macht...aber da ist nichts. nichts... es gibt niemanden, der irgendein einspruchsrecht hätte. mein wille geschehe.
mehr denn je habe ich gemerkt das ich wirklich als frau leben will, gerade weil ich in letzter zeit alles unbewusst, also ohne nachzudenken, sieht das weiblich aus...blablabla...gemacht hab. ich trage einfach nur noch weiblich.
es gibt sicher eine menge, was ich zu lernen habe, aber das ist der nächste schritt. ich werde den nächsten termin bei der psychotherapeutin abwarten und mit ihr den fall was wäre wenn besprechen.
aber ich bin am überlegen, ob ich die übergangszeit- alltagstest, epilation, ga-op (will ich unbedingt), kehlkopf usw.- nicht in berlin hinter mich bringe und als frau nach neubrandenburg zurück gehe. 5 jahre sind eine lange zeit, da kann sich dann kaum noch einer an den " typen mit den langen haaren und den frauensachen" erinnern. ich kann nicht sagen dass ich in eine rosige zukunft blicke, aber sie ist nicht mehr ganz lichtlos.
es grüßt euch
Bettie Mea
21. Oktober 19.30 Uhr ,
Einlass ab 19 Uhr
im Café und Restaurant berlin,
Fritz-Reuter-Str. 1a, 17033 Neubrandenburg
in der Helmut Schmidt Lounge
Lesung mit Balian Buschbaum zu seinem Buch
“Blaue Augen bleiben Blau“
Eintritt: 5€ Mindestbetrag oder mehr als Spende
Infos zum Autor www.balian-buschbaum.de
in den letzten woche war es wirklich ziemlich unruhig in meinem leben. erst der umzug in meine eigene 1r whg, und dann kam plötzlich der arbeitsvertrag über 40 stunden/woche. da komm ich kaum zum ein und aufräumen. aber meine nähmaschine steht an ihrem platz und das ist schon erstmal wichtig. und das poster von audrey (grüße an svenja) hängt auch schon. aber es fehlt eben noch eine ganze menge, worüber man in einer wg gar nicht nachdenkt, weil immer einer was hat. zum beispiel, nehme ich auslegware für das komplette zimmer oder nur für die freiräume zwischen sessel, tisch und bett und regal einzelne läufer von den kosten wird es das selbe sein.
und ich komme erstaunlich gut ohne die pille zurecht, keine stimmungsschwankungen, keine "finstren" gedanken.
die letzte zeit hab ich das ganze thema bewusst verdrängt, mich um nichts gekümmert und einfach alles seinen lauf gehen lassen. nicht drüber nachgedacht und gegrübelt und ich denke es ist die angst vor diesem riesen schritt, vor der übergangszeit, wenn ich nicht nach ihm und nicht nach ihr aussehe...vor der reaktion der leute (der arbeitskollegen) die mich bisher nur als "den" S. kennen der durch die backstuben flitzt. letztendendes können auch sie nichts anderes tun als es akzeptieren oder es lassen.
ich bin nach wievor überzeugt, das es der einzig richtige schritt ist. gezögert habe ich immer noch, weil ich dachte, oder besser weil ich das gefühl hatte, irgendwas übersehen zu haben. irgendwas, das das ganze vielleicht unnötig macht...aber da ist nichts. nichts... es gibt niemanden, der irgendein einspruchsrecht hätte. mein wille geschehe.
mehr denn je habe ich gemerkt das ich wirklich als frau leben will, gerade weil ich in letzter zeit alles unbewusst, also ohne nachzudenken, sieht das weiblich aus...blablabla...gemacht hab. ich trage einfach nur noch weiblich.
es gibt sicher eine menge, was ich zu lernen habe, aber das ist der nächste schritt. ich werde den nächsten termin bei der psychotherapeutin abwarten und mit ihr den fall was wäre wenn besprechen.
aber ich bin am überlegen, ob ich die übergangszeit- alltagstest, epilation, ga-op (will ich unbedingt), kehlkopf usw.- nicht in berlin hinter mich bringe und als frau nach neubrandenburg zurück gehe. 5 jahre sind eine lange zeit, da kann sich dann kaum noch einer an den " typen mit den langen haaren und den frauensachen" erinnern. ich kann nicht sagen dass ich in eine rosige zukunft blicke, aber sie ist nicht mehr ganz lichtlos.
es grüßt euch
Bettie Mea
21. Oktober 19.30 Uhr ,
Einlass ab 19 Uhr
im Café und Restaurant berlin,
Fritz-Reuter-Str. 1a, 17033 Neubrandenburg
in der Helmut Schmidt Lounge
Lesung mit Balian Buschbaum zu seinem Buch
“Blaue Augen bleiben Blau“
Eintritt: 5€ Mindestbetrag oder mehr als Spende
Infos zum Autor www.balian-buschbaum.de
Mittwoch, 22. September 2010
schön, dass wir drüber gesprochen haben
ich hatte ja großspurig angekündigt, dass ich schreibe, wenn ich von der psychotherapeutin (keine psychiaterin...) wieder zurück bin. was hab ich mir alles vorgestellt, was da ablaufen könnte. und dann war es total unspektakulär, eine stunde, die viel zu schnell rum war zum thema geredet, gegrübelt, geantwortet. ich bin mir sicher, dass sie mir wirklich helfen kann. ich weiss zumindest schon wieder was ich will, und in meinem kopf herrscht einigermaßen ordnung. nur, ohne die pille jetzt weitermachen, das wird unangenehm. und ich weiss auch, dass meine zukunft zu 99% in berlin liegen wird. auch weil ich diesen weg wirklich gehen will. ich will eben nur sehen, dass ich auch alles bedacht habe, bevor ich nichtmehr zurück kann. denn ich denke, einen vornamen sollte man nicht wechseln wie die unterwäsche. sollte mir etwas entfallen sein, werde ich editieren, aber ich hör jetzt auf, es ist 01.30 früh und ich bin zum umfallen müde. aber das wollte ich noch loswerden, solange es noch frisch ist.
berlin allgemein war großartig. super wetter, über 20° und sonne pur. und starbucks ist sauteuer...
gute nacht sagt
Bettie Mae
edit: ich wunder mich irgendwie, dass ich da heut nacht so wenig geschrieben habe, aber selbst nach ein paar stunden schlaf finde ich nichts, was ich noch ergänzen könnte. ich werde den nächsten termin bei ihr anfang november abwarten und dann eine entscheidung treffen können. ich weiß einfach, dass es das einzig richtige ist...
lg
berlin allgemein war großartig. super wetter, über 20° und sonne pur. und starbucks ist sauteuer...
gute nacht sagt
Bettie Mae
edit: ich wunder mich irgendwie, dass ich da heut nacht so wenig geschrieben habe, aber selbst nach ein paar stunden schlaf finde ich nichts, was ich noch ergänzen könnte. ich werde den nächsten termin bei ihr anfang november abwarten und dann eine entscheidung treffen können. ich weiß einfach, dass es das einzig richtige ist...
lg
Dienstag, 21. September 2010
ich glaubt', ich wär ein pferd
ich hab mich in der letzten zeit so mit dem thema trans auseinandergesetzt und beschäftigt; ich denke, wenn ich mich mit derselben intensität mit dem thema pferd befasst hätte, würde ich mich wahrscheinlich jetzt auch für ein pferd halten.
bin ich eine frau weil ich frauensachen trage oder trage ich frauensachen weil ich eine frau bin?
bin ich eine frau weil ich frauensachen trage oder trage ich frauensachen weil ich eine frau bin?
Mittwoch, 15. September 2010
ich weiss was ich nicht will
wenn jemand sagt, er weiss was er will, dann ist er echt zu beneiden. er geht nur danach, was ihn interessiert und lässt alles andere links und rechts liegen. ich dagegen...ich weiss nur was ich nicht will. diese liste, wenn ich, was ich nicht will, auflisten würde, wäre noch ziemlich übersichtlich. und dazu gehört eben auch, dass ich so nicht weiterleben kann. ich will nicht behaupten, dass ich die weiblichste aller weiblichen ts bin, zur zeit gibt es für mich nur zwei möglichkeiten: weiterleben, nichts tun. und einbahnstraße mit tsg als navi; einziges gespeichertes ziel: frau.
konsequent geblieben bedeutet das: da ich NICHT nichts tun und so weiterleben kann und will, bleibt die einbahnstraße übrig. es wäre natürlich denkbar, dass die psychiaterin eine andere ursache entdeckt. etwas, das die einbahnstraße unnötig macht...aber was wäre das? schizophrenie? übersteigerter fetischismus?
das der wunsch ein mädchen zu sein schon früh vorhanden war, daran kann ich mich noch erinnern. da war ich weniger als 6 oder 7 jahre alt, weil ich da noch nicht in die schule ging. doch der wunsch verschwand, ich lebte ziemlich normal als junge, ich war handwerklich begabt und konnte aus 3 alten fahrrädern ein neues zusammenbauen. ich hatte einen festen freundeskreis von 4-5 jungs...obwohl ich auch einen guten draht zu den mädchen in der siedlung hatte, ohne etwas besonderes zu wollen oder ein gewisses interesse an ihnen als an wesen des anderen geschlechts zu haben. (es gab ein mädchen, das ich sehr mochte, aber rückblickend kommt mir das eher wie verehrung als wie sowas wie liebe, oder was man als 8 bis 9 jähriger so fühlen kann, vor. so ähnlich geht es mir heute mit maria furtwängler. ich fühle eine gewisse verehrung für sie als würdige vertreterin des weiblichen geschlechts.)
das blieb auch die ganze schulzeit so. es gab glaub ich ein mädchen, das mich wohl sehr mochte, aber ich konnte mir nicht erklären, was sie will. (welcher mann merkt nicht, wenn eine frau an ihm interessiert ist??) es ist nicht so gewesen, dass ich direkt schüchtern war, aber irgendwie hat das mit den mädchen nie gefunkt. als wenn eine verbindungsstelle fehlen würde. ich hab mich prima mit ihnen verstanden...aber sonst.
naja, und dann kam die pubertät und ich begann mich für die kleidung meiner mutter zu interessieren. sie mochte das gar nicht. ob der teppichklopfer ein erziehungswerkzeug ist, wage ich zu bezweifeln, nur abgehalten hat mich weder die erinnerung noch der gedanke an den möglichen erneuten sehr schmerzhaften einsatz desselben.
geredet wurde in meiner familie darüber nie. selbst jetzt noch nicht, wo ich grad 29 bin. lediglich meine schwester setzt sich etwas mit dem thema auseinander, undzwar insofern, dass sie mir mittteilte, keine schwester haben zu wollen.
seit dem 14. lj bis zum 25. lebte ich ausschliesslich bei meiner oma. diese war in ihren ansichten noch weiter zurück und dachte mir die "sache" abgewöhnen zu können. sie sprach von sucht und selbstmord und das ich auf dem strich enden würde und meinen körper an ältere männer verkaufen würde.
ich musste mich sehr anstrengen wegzuhören, denn sie wiederholte diese phrasen gebetsmühlenartig. doch je mehr ich mich mit mir selbst beschäftigte, desto sicherer war ich, dass das garantiert nicht mein ziel ist. hej, zu anfang hab ich echt gedacht, das stimmt was sie sagt! DIESE seite an ihr kannte ich ja noch nicht. erst später merkte ich, dass sie das total abstieß, was ich tat, was ich war.
eine zeitlang hab ich mich auch total schlecht deswegen gefühlt, vor allem weil ich selbst überhaupt nicht wusste, was mit mir los war. ( ob ichs heute weiß?? keine ahnung. wie gesagt, ich weiß was ich nicht will)
na ja, der rest ist schnell erzählt, ich lernte sie und ihre reden zu ignorieren und mich auf mich zu konzentrieren und meine gefühle. dann, 2002 kam ich ins internet, den begriff transvestit hat meine oma gern und häufig benutzt, ich wusste also schon mal den passenden suchbegriff. und so hab ich mich dann nach und nach durch die seiten gelesen. dann kam der führerschein und ein auto und die ersten schritte in die damenabteilung bei c und a. immer schön langsam, schritt um schritt. dann das erste mal mit einem langen kleid draussen! himmel, war ich aufgeregt. aber es war mitte bis ende september und ich bin erst im dunkeln losgegangen. es war wie eine offenbarung. und ausziehen wollte ich es auch nicht wieder.
mein geschmack hat sich in der zeit weiterentwickelt, weg von trashigen partyklamotten die haptsächlich schwarz und oder aus satin waren hin zu sachen in denen ich mich auch am tag sehen lassen kann ohne das mich einer blöd angrient. nur meine abneigung gegen kurze kleidchen und röckchen hat sich nicht verändert. oder allzu mädchenhafte klamotten...würde ich nie draussen anziehen.
ab dem 25. lebte ich dann in einer eigenen wohnung (WG), und konnte mich endlich ungestört bewegen. immer mehr verschwanden die jungssachen aus meinem schrank und immer mehr frauensachen kamen dazu. jetzt wieder ein umkehrschluss: ich kann mir nicht vorstellen, wieder diese jungssachen zu tragen. das eine oder andere hab ich noch zu liegen aus praktischen erwägungen, vor allem die unterhosen. die weiblichen sind eben nur weiblich geschnitten und zwar unerlässlich unter engen hosen aber auf dauer kaum tragbar. einfach wegen der mänlichen anatomie.
auch die haare wachsen jetzt seit zwei jahren, zum glück hab ich nicht den haarausfall meines vaters geerbt, der hatte in meinem alter schon eine sehr hohe stirn.
aber ich kann mir nicht vorstellen die haare wieder normal (männl. standard) lang zu tragen. muss ich aber auch nicht, es gibt ja niemanden, der soetwas von mir verlangen könnte.
was gibts noch...die immer stärker werdenden gefühlsschwankungen und das wachsende interesse am sogenannten starken geschlecht. darüber schreib ich ein ander mal. ich will ins bett. es ist kurz vor halb eins.
gute nacht sagt
Bettie Mae
konsequent geblieben bedeutet das: da ich NICHT nichts tun und so weiterleben kann und will, bleibt die einbahnstraße übrig. es wäre natürlich denkbar, dass die psychiaterin eine andere ursache entdeckt. etwas, das die einbahnstraße unnötig macht...aber was wäre das? schizophrenie? übersteigerter fetischismus?
das der wunsch ein mädchen zu sein schon früh vorhanden war, daran kann ich mich noch erinnern. da war ich weniger als 6 oder 7 jahre alt, weil ich da noch nicht in die schule ging. doch der wunsch verschwand, ich lebte ziemlich normal als junge, ich war handwerklich begabt und konnte aus 3 alten fahrrädern ein neues zusammenbauen. ich hatte einen festen freundeskreis von 4-5 jungs...obwohl ich auch einen guten draht zu den mädchen in der siedlung hatte, ohne etwas besonderes zu wollen oder ein gewisses interesse an ihnen als an wesen des anderen geschlechts zu haben. (es gab ein mädchen, das ich sehr mochte, aber rückblickend kommt mir das eher wie verehrung als wie sowas wie liebe, oder was man als 8 bis 9 jähriger so fühlen kann, vor. so ähnlich geht es mir heute mit maria furtwängler. ich fühle eine gewisse verehrung für sie als würdige vertreterin des weiblichen geschlechts.)
das blieb auch die ganze schulzeit so. es gab glaub ich ein mädchen, das mich wohl sehr mochte, aber ich konnte mir nicht erklären, was sie will. (welcher mann merkt nicht, wenn eine frau an ihm interessiert ist??) es ist nicht so gewesen, dass ich direkt schüchtern war, aber irgendwie hat das mit den mädchen nie gefunkt. als wenn eine verbindungsstelle fehlen würde. ich hab mich prima mit ihnen verstanden...aber sonst.
naja, und dann kam die pubertät und ich begann mich für die kleidung meiner mutter zu interessieren. sie mochte das gar nicht. ob der teppichklopfer ein erziehungswerkzeug ist, wage ich zu bezweifeln, nur abgehalten hat mich weder die erinnerung noch der gedanke an den möglichen erneuten sehr schmerzhaften einsatz desselben.
geredet wurde in meiner familie darüber nie. selbst jetzt noch nicht, wo ich grad 29 bin. lediglich meine schwester setzt sich etwas mit dem thema auseinander, undzwar insofern, dass sie mir mittteilte, keine schwester haben zu wollen.
seit dem 14. lj bis zum 25. lebte ich ausschliesslich bei meiner oma. diese war in ihren ansichten noch weiter zurück und dachte mir die "sache" abgewöhnen zu können. sie sprach von sucht und selbstmord und das ich auf dem strich enden würde und meinen körper an ältere männer verkaufen würde.
ich musste mich sehr anstrengen wegzuhören, denn sie wiederholte diese phrasen gebetsmühlenartig. doch je mehr ich mich mit mir selbst beschäftigte, desto sicherer war ich, dass das garantiert nicht mein ziel ist. hej, zu anfang hab ich echt gedacht, das stimmt was sie sagt! DIESE seite an ihr kannte ich ja noch nicht. erst später merkte ich, dass sie das total abstieß, was ich tat, was ich war.
eine zeitlang hab ich mich auch total schlecht deswegen gefühlt, vor allem weil ich selbst überhaupt nicht wusste, was mit mir los war. ( ob ichs heute weiß?? keine ahnung. wie gesagt, ich weiß was ich nicht will)
na ja, der rest ist schnell erzählt, ich lernte sie und ihre reden zu ignorieren und mich auf mich zu konzentrieren und meine gefühle. dann, 2002 kam ich ins internet, den begriff transvestit hat meine oma gern und häufig benutzt, ich wusste also schon mal den passenden suchbegriff. und so hab ich mich dann nach und nach durch die seiten gelesen. dann kam der führerschein und ein auto und die ersten schritte in die damenabteilung bei c und a. immer schön langsam, schritt um schritt. dann das erste mal mit einem langen kleid draussen! himmel, war ich aufgeregt. aber es war mitte bis ende september und ich bin erst im dunkeln losgegangen. es war wie eine offenbarung. und ausziehen wollte ich es auch nicht wieder.
mein geschmack hat sich in der zeit weiterentwickelt, weg von trashigen partyklamotten die haptsächlich schwarz und oder aus satin waren hin zu sachen in denen ich mich auch am tag sehen lassen kann ohne das mich einer blöd angrient. nur meine abneigung gegen kurze kleidchen und röckchen hat sich nicht verändert. oder allzu mädchenhafte klamotten...würde ich nie draussen anziehen.
ab dem 25. lebte ich dann in einer eigenen wohnung (WG), und konnte mich endlich ungestört bewegen. immer mehr verschwanden die jungssachen aus meinem schrank und immer mehr frauensachen kamen dazu. jetzt wieder ein umkehrschluss: ich kann mir nicht vorstellen, wieder diese jungssachen zu tragen. das eine oder andere hab ich noch zu liegen aus praktischen erwägungen, vor allem die unterhosen. die weiblichen sind eben nur weiblich geschnitten und zwar unerlässlich unter engen hosen aber auf dauer kaum tragbar. einfach wegen der mänlichen anatomie.
auch die haare wachsen jetzt seit zwei jahren, zum glück hab ich nicht den haarausfall meines vaters geerbt, der hatte in meinem alter schon eine sehr hohe stirn.
aber ich kann mir nicht vorstellen die haare wieder normal (männl. standard) lang zu tragen. muss ich aber auch nicht, es gibt ja niemanden, der soetwas von mir verlangen könnte.
was gibts noch...die immer stärker werdenden gefühlsschwankungen und das wachsende interesse am sogenannten starken geschlecht. darüber schreib ich ein ander mal. ich will ins bett. es ist kurz vor halb eins.
gute nacht sagt
Bettie Mae
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